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Feste Shampoos: die bessere Haarpflege?

In den Beauty-Regalen gehören die Shampoo Bars, angesichts der großen Auswahl an flüssigen Alternativen, noch zu den Außenseitern. Zu Unrecht?

Feste Shampoos: die bessere Haarpflege?

Feste Shampoos? Das klingt erstmal etwas ungewöhnlich. Kein Wunder, wir haben uns ja auch jahrelang mit den flüssigen Shampoos die Haare gewaschen… und das klappte ziemlich gut. Kann sich dieses Beauty-Phänomen also wirklich durchsetzen und was hat es damit überhaupt auf sich? 🙄 Stichworte: Hautverträglichkeit, Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein? Wir haben uns die Haarprodukte in fester Form mal näher angeguckt und klären für euch die wichtigsten Fragen. 😉

Was sind feste Shampoos überhaupt?

Feste Haarshampoos, auch Solid Shampoos oder Shampoo Bars genannt, sind den flüssigen Shampoos von den Inhaltsstoffen her ähnlich, abgesehen davon, dass der festen Variante das Wasser entzogen wurde. Durch diesen Vorgang entsteht die besondere Textur. Das seifenähnliche Format bekommt das Produkt, wenn es in die entsprechende Form gepresst wird. Neben der rundlichen oder rechteckigen Form, gibt es feste Haarshampoos mittlerweile in den außergewöhnlichsten Varianten: in Herzchen-, Muschel- oder Totenkopfform sowie mit besonderer Oberflächenstruktur, in verschiedenen Geruchsvarianten und für unterschiedliche Haartypen.

Meist gibt es diese außergewöhnlichen Modelle eher in kleinen Bio- und Naturshops im Web, aber auch die größeren Beauty-Marken springen auf den Zug auf.
Allgemein kann man festhalten, dass die Solid Shampoos natürlicher als die flüssigen Shampoos sind, da sie im Regelfall keine synthetischen Konservierungsstoffe oder Silikone enthalten und damit für empfindliche Haut gut geeignet sind.
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Anwendung: Nachdem die Haare angefeuchtet sind, fahrt ihr mit dem Shampoo-Stück über die Haare. Nun bildet sich der Waschschaum, den ihr anschließend einfach wieder abspült. Alternativ könnt ihr das feste Shampoo zwischen den Händen aufschäumen und den Schaum anschließend ins Haar und in die Kopfhaut einmassieren.

Bis zur nächsten Anwendung solltet ihr das Solid Shampoo unbedingt gut trocknen lassen. Dafür legt ihr es einfach in ein Seifenschälchen, bei dem das Wasser ablaufen kann oder ihr hängt es in einem luftigen Sisalsack zum Trocknen auf.

Feste Shampoos vs. Haarseifen: Achtung, Verwechslungsgefahr!

Um gleich die Antwort vorweg zu nehmen: Nein, feste Haarshampoos und Haarseifen sind nicht identisch, auch wenn sie vielleicht so aussehen. Das solltet ihr vor dem Kauf unbedingt wissen.

Die festen Haarshampoos bestehen aus pflegenden (Pflanzen-) Ölen und Fetten sowie natürlichen Farb- und Duftstoffen, wie zum Beispiel Kräuterextrakten. Hierzu wird ein mildes, neutrales Tensid, vorzugsweise auf Kokos- oder Zuckerbasis gemischt, mitunter aber auch mit Stoffen wie Sodium Lauryl Sulfat (SLS) bzw. Sodium Laureth Sulfat (SLES). Diese Mischung wird zusammengerührt, in Form gepresst sowie anschließend ein paar Tage lang getrocknet.
Tenside sind übrigens waschaktive Substanzen, die aufschäumen und eure Haare und Kopfhaut von Schmutz, Talg und Stylingprodukten befreien. Bei den festen Shampoos sorgen sie, wie auch bei den flüssigen Produkten, für einen besonders schönen Schaum.
Kauftipp: „Awapuhi Bar“ von Paul Mitchell über Flaconi.de, Preis: 11, 95 €


Haarseifen mit basischem pH-Wert bestehen hingegen aus Fetten oder Ölen, die entweder mehr oder weniger rückfettend sind. Je nachdem, wie stark die Seife „rückfettet“, können die Haare  schnell wieder trocken oder auch strähnig werden. Als Richtwert, mit dem die meisten Haarschöpfe gut klar kommen, gelten 3% bis 5%.
Bei den Haarseifen wird das Öl bei der Herstellung mit einer Natronlauge gemischt. Nun entsteht ein Verseifungsprozess, bei dem die reinigenden Tenside freigesetzt werden. Für Optik und Geruch werden der Haarseife noch Parfumöle, pflegende Pflanzen- oder Farbstoffe zugefügt. Die gesiedete Seife muss nach der Herstellung noch rund sechs Wochen reifen, damit sie für Haut und Haare nicht mehr ätzend ist.

Im Gegensatz zu den festen Haarshampoos schäumen die Haarseifen nicht so stark auf. Da beim Haarewaschen mit der Haarseife, bei zu kalkhaltigem Wasser, Rückstände im Haar bleiben können, müssen die Haare zudem mit einer „sauren Rinse“ nachgespült werden. Hierfür wird Wasser mit Essig oder Zitronensäure gemischt. Diese Spülung schließt die Schuppenschicht und macht eure Haare glatter und kämmbarer.

Vorteile der Solid Shampoos

Für die Umstellung vom Flüssig-Shampoo zur festen Variante gibt es einige gute Gründe:

  • Solid Shampoos enthalten meist keine synthetischen Inhaltsstoffe oder Silikone
  • Sie sind umweltfreundlicher. Die festen Shampoos werden, statt in der Plastikflasche, in einer Pappschachtel verpackt oder im Laden lose, in Papier eingewickelt, verkauft.
  • Shampoo Bars sind nachhaltiger, denn sie halten meist länger und eignen sich damit für mehr Haarwäschen.
  • Flüssige Shampoos werden unverdünnt auf dem Haar und dem Ansatz aufgetragen, während beim festen Shampoo nur mit dem Schaum gewaschen wird. Ein Vorteil für Leute mit empfindlicher Kopfhaut.
  • Feste Shampoos sind DIE Alternative, wenn es auf Reisen geht. Den Ärger mit der Flüssigkeitsbegrenzung am Flughafen könnt ihr euch ersparen.
  • Darüber hinaus sind die festen Shampoos vom Umfang her kleiner und auch leichter, als die Flüssigshampoos in der Flasche.

Worauf achten beim Kauf?

Je nachdem, wie empfindlich eure Kopfhaut und Haare sind, solltet ihr darauf achten, welche Tenside zum festen Shampoo beigemischt wurden. Denn diese können unterschiedlich „aggressiv“ sein und damit gegebenenfalls Irritationen verursachenAnionische Tenside (u.a. unter den Bezeichnungen Magnesium Lauryl Sulfate, MEA-Lauryl Sulfate, Magnesium Lauryl Sulfate und Sodium C 12-15 Alkyl Sulfate, Sodium Cetearyl Sulfate zu finden) werden zum Beispiel häufig als zu aggressiv wahrgenommen. Achtet daher unbedingt auf die jeweiligen Inhaltsstoffe.

Wenn ihr auf die Verwendung von natürlichen Inhaltsstoffen und auf vegane Produkte Wert legt, solltet ihr zu Shampoo Bars greifen, auf deren Verpackung zertifizierte Naturkosmetik-Siegel, wie etwa Natrue und die Veganblume, zu sehen sind.
Kauftipp: „Festes Shampoo mit Kokos oder Mandarine-Basilikum“ von alverde über dm.de, Preis: 4, 95 €

Die Lösung für Traumhaare?

Die festen Shampoos bieten einige Vorteile gegenüber den flüssigen. Dennoch brauchen eure Haare, und wahrscheinlich auch ihr, einige Zeit um euch auf die veränderte Reinigung einzustellen. Das kann gut und gerne einige Wochen dauern. Aber was tut man nicht alles für glänzende, voluminöse Haare oder bestenfalls für die Umwelt?😉

Dieser Artikel wurde verfasst am 3. September 2018
von in der Kategorie Artikel

Dieser Artikel wurde seitdem 663 mal gelesen.

3 von 3 Pinkmelianern fanden den Beitrag hilfreich.

Positive Anmerkungen:

  • 3x toller Schreibstil
  • 0x kurz & prägnant
  • 3x sehr ausführlich
  • 1x Inhaltsstoffe genau betrachtet
  • 1x gute Bildqualität
  • 1x viele Detailbilder

Negative Anmerkungen:

  • 0x fehlende Detailbilder
  • 0x keine aussagekräftigen Bilder
  • 0x Text vermittelt nur den ersten Eindruck
  • 0x zu wenig persönliche Erfahrungen
  • 0x Testphase wirkt zu kurz
  • 0x Fazit erscheint nicht schlüssig
  • 0x nicht hilfreich

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Eine Antwort zu “Feste Shampoos: die bessere Haarpflege?”

  1. Bambelle

    Sehr informativer und spannender Beitrag 🙂 ich bevorzuge auch seit Längerem feste Shampoos einfach weil ich sie als ergiebiger empfinde und meistens nur mit Handgepäck fliege 🙂

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