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Bei Zahnfleischentzündung ist fast ein Drittel des menschlichen Genoms beteiligt

Gingivitis (Zahnfleischentzündung), eine Erkrankung, die ca. 80 Prozent der deutschen Bevölkerung* betrifft, ...

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…wird im Allgemeinen einfachen Fehlern bei der Mundhygiene zugeschrieben. Eine neue Studie zeigt jedoch, dass die Entstehung und Heilung von Gingivitis auf genetischer Ebene anscheinend sehr viel komplizierter ist, als ihre Ursachen vermuten lassen. Denn Forschungen, die gemeinsam von der Universität von North Carolina (UNC) in Chapel Hill, USA, und von Procter & Gamble (P&G) durchgeführt wurden, haben ergeben, dass sich mehr als 9.000 Gene – fast 30 Prozent der bekannten menschlichen Gene – während der Entstehung und des Heilungsprozesses bei Gingivitis in unterschiedlicher Weise ausprägen. Man hat festgestellt: Die biologischen Prozesse zur Steuerung der Körperreaktion auf die Plaquebildung an Zähnen sind die Gleichen wie bei Aktivierung des Immunsystems. Und wichtig: Darüber hinaus schließen weitere Wege der Gen-Ausprägung, die während des Plaquewachstums aktiviert werden, noch jene ein, die bei der Wundheilung, bei Nervenprozessen und beim Hautzellenumsatz beteiligt sind!

Die Ergebnisse der Studie wurden in der Dezemberausgabe 2009 (07.12) des Journal of Periodontology veröffentlicht. Die Untersuchung ist die erste, die erfolgreich die Gen-Ausprägung und die biologischen Abläufe identifiziert, die beim Einsetzen und beim Heilungsprozess von Gingivitis beteiligt sind. Gingivitis ist durch rotes, geschwollenes und empfindliches Zahnfleisch gekennzeichnet, das leicht während des Zähneputzens und der Anwendung von Zahnseide blutet. Wenn sie nicht behandelt wird, kann Gingivitis zu Parodontalerkrankungen führen, die eingehend auf ihre mögliche Verbindung zu Herzerkrankungen, Diabetes und Frühgeburten untersucht worden sind. Forscher hoffen nun, dass Erkenntnisse darüber, wie sich Gingivitis entwickelt und rückbildet, wesentliche Einsichten zur Vorbeugung von Zahnfleischerkrankungen (und damit auch möglichen Folgeerkrankungen) liefern könnten. Auch lassen sich vielleicht neue Behandlungsmöglichkeiten ableiten.

Wichtige Erkenntnisse zur Entwicklung neuer Behandlungsansätze
“Die Erkenntnisse der Studie zeigen, dass die klinischen Symptome von Gingivitis komplizierte Änderungen bei zellulären und molekularen Prozessen im Körper widerspiegeln”, sagte Steven Offenbacher, D.D.S., Ph.D., Erstautor der Studie und Direktor des an der Fakultät für Zahnmedizin der UNC angesiedelten Zentrums für Orale und Systemische Erkrankungen. “Die tausende von individuellen Genen und multiplen Systemen, die bei Gingivitis beteiligt sind, zu verstehen, wird in zweierlei Hinsicht helfen: Zum einen, um genau zu erklären, was im Körper eines Patienten beim Einsetzen der Erkrankung geschieht. Und zum anderen, um zu erfahren, in welcher Weise die Gingivitis seine Allgemeingesundheit betrifft.“

Die Ausbildung von Plaque, die bei der Entstehung von Gingivitis gebildet wird, ist nichts anderes als das übermäßige Wachstum von Bakterien in Form des Biofilms auf den Zähnen oberhalb und unterhalb des Zahnfleischsaums. Biofilme können sich auch in anderen Teilen des Körpers bilden und sind bekanntlich an Erkrankungen, wie etwa bei Infektionen des Harntraktes, bei Ohrenentzündungen und bei chronischer Sinusitis, beteiligt. Forscher glauben, dass Erkenntnisse darüber, wie der Körper mit übermäßigem Bakterienwachstum während einer Gingivitis interagiert, Einsicht in eine Vielzahl von mit Biofilm in Zusammenhang stehenden Erkrankungen geben könnte. “Die Daten, die bei der Studie erhoben wurden, werden beim Entwickeln neuer Ansätze zum Behandeln von Gingivitis entscheidend sein“, sagte Leslie Winston, D.D.S., Ph.D., Koautor der Studie und Director of Professional and Scientific Relations bei P&G Oral Care. „Wir planen, weitere Forschung dazu durchzuführen, um Biomarker für Zahnfleischentzündung bei Risikopatienten zu identifizieren, und hoffen, dass dies zu neuen und erweiterten Behandlungsoptionen und vorbeugenden Maßnahmen führen wird.“

Vorsorge mit blend-a-med und Oral-B
Das Verstehen von genetischen Abläufen bei Gingivitis könnte schließlich zu spezielleren Behandlungsmöglichkeiten führen. Schon heute sind blend-a-med- und Oral-B-Produkte erhältlich, die dem Anwender helfen, Zahnfleischentzündungen vorzubeugen bzw. zu behandeln. Zum Beispiel die Zahncreme blend-a-med Pro-Expert „Zahnfleischschutz“: Mit ihr wurden nach sechsmonatiger Anwendung Zahnfleischentzündungen nachweislich um bis zu 21 Prozent und Zahnfleischbluten sogar um bis zu 57 Prozent reduziert**. Und bezogen auf die Pflege mit Zahnbürsten haben sich speziell elektrische Modelle mit der rotierend-pulsierender Reinigungstechnologie als hoch effektiv in Plaque-Entfernung und Vorbeugung von Gingivitis erwiesen***.

Zahncreme blend-a-med Pro-Expert „Zahnfleischschutz“, Quelle: Procter & Gamble Germany GmbH & Co Operations oHGOral-B Triumph mit SmartGuide, Quelle: Procter & Gamble Germany GmbH & Co Operations oHG

Über die Studie
Ziel dieser Studie war es, Gingivitis durch Identifikation von Änderungen der Gen-Ausprägung, die während der Entstehung und des Heilungsprozesses der Gingivitis stattfinden, auf einer molekularen Ebene zu verstehen. Vierzehn gesunde Patienten mit milder Gingivitis nahmen an der Studie teil. Nach Zahnreinigungen zum Zeitpunkt Null wurde Gingivitis bei jedem Studienteilnehmer ausgelöst; anschließend hielten sich die Teilnehmer an ein Hygieneschema, das zweimal tägliches Zähneputzen und regelmäßige Anwendung von Zahnseide umfasste. Zahnfleischgewebe wurde zum Zeitpunkt Null, vier Wochen nach dem Hervorrufen der Gingivitis und eine Woche nach der Aufnahme der Mundhygiene mit Zähneputzen und Zahnseiden-Anwendung gesammelt.

Die Gen-Ausprägungsdaten wurden unter Verwendung der Gen-Chip-Technologie analysiert, die es den Untersuchern ermöglichte, Änderungen bei der Ausprägung von mehr als 30.000 Genen zu erfassen. Durch die Anwendung von hochentwickelten Gen-Bioinformatik-Tools war man auch in der Lage, die biologischen Abläufe und die Gen-Ausprägungsmuster, die mit Gingivitis in Zusammenhang stehen, aufzudecken.

Als ein Teil der Ergebnisse der Studie identifizierten die Forscher mehrere biologische Ereignis-Kaskaden, die durch die Entstehung und Heilung von Gingivitis ausgelöst wurden, einschließlich jenen, die mit der Immunantwort, mit dem Energiestoffwechsel, mit neuralen Prozessen, mit den Blutgefäßen, mit der Chemotaxis, mit der Wundheilung und mit dem Steroidstoffwechsel in Zusammenhang stehen. Unterstützt wurde die Studie von den National Institutes of Health und von Procter & Gamble. Die Universität von North Carolina mit ihrer Fakultät für Zahnmedizin in Chapel Hill ist eine der führenden öffentlichen zahnmedizinischen Fakultäten im Land.

*Deutsche Mundgesundheitsstudie IV (DMS IV), 2006

**Mankodi S, Bartizek RD, Winston JL, Biesbrock AR, McClanahan SF, He T.: Anti-Gingivitis Efficacy Of A Stabilized 0,454 % Stannous Fluoride/Sodium Hexametaphosphate Dentifrice: A Controlled 6-Month Clinical Trial. J Clin Periodontol, 2005;32:75-80.

***z.B. nach Robinson PG, Deacon SA, Deery C, Heanue M, Walmsey AD, Worthington HV,Gleeny AM, Shaw WC, Manual versus powered toothbrushing for oral health The Cochrane Database of Systematic Reviews 2005, Issue 2: „Bürsten mit rotierend-oszillierender Putztechnologie entfernen Plaque und vermindern Zahnfleischentzündungen kurzfristig wirksamer als Handzahnbürsten und konnten langfristig Zahnfleischentzündungen reduzieren.“

Quelle (Fotos & Text): Procter & Gamble Germany GmbH & Co Operations oHG

Dieser Artikel wurde verfasst am 18. Dezember 2009
von in der Kategorie Magazin

Dieser Artikel wurde seitdem 3144 mal gelesen.

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