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Brauchen wir künstliche Sonne auf unserer Haut?

Sonne macht glücklich, denn sie gibt Licht und Wärme. Beides braucht der Mensch. In der Winterzeit scheint die Sonne weniger intensiv und seltener, außerdem sind die Tage wesentlich kürzer als im Sommer.

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Die Reduzierung von Wärme- und Lichtzufuhr kann aufs Gemüt schlagen. Ist das Solarium im Winter eine Alternative zum natürlichen Sonnenlicht oder gefährden wir durch regelmäßige Sonnenbankgänge unsere Haut?

Insbesondere Minderjährige oder Menschen mit sehr heller Haut sollten Solarien meiden, da ihre Haut sehr empfindlich auf die intensive Strahlung der Sonnenbanken reagiert. Wissenschaftler und Experten haben herausgefunden, dass die UV-Strahlung im Solarium schädlicher sein kann als die der natürlichen Sonne. Vor allem die starke UVA-Strahlung kann gefährlich werden, da sie bis tief in die Lederhaut eindringt und die Haut dadurch sechsmal schneller altern lässt. Schnelle Hautalterung ist nur eine Folge unter vielen anderen Risiken die durch regelmäßige Solariumgänge verursacht werden können. Viele Studien belegen dass Allergien, Altersflecken, das Erschlaffen des Bindegewebes und im schlimmsten Fall auch Hautkrebs als Folge von zu häufigen Sonnenbädern auftreten können.

Außerdem muss beachtet werden, dass die Kombination aus künstlichen Strahlen und Medikamenten oder Kosmetika die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöht. Hierzu gehören bestimmte Stoffe die in Cremes, Parfums oder Medikamenten (z.B. Antibiotika) enthalten sind. Die Folge sind Entzündungen und Sonnenbrand. Deshalb ist es wichtig, sämtliche Kosmetika vor dem Solariumbesuch zu entfernen. Wenn Medikamente eingenommen werden, sollte man sich vorab von einem Arzt oder Apotheker beraten lassen.

Oft wird davon ausgegangen, Solariumbräune schütze vor dem natürlichen UV-Licht. Wer glaubt sich künstlich gebräunt ohne Schutz in die pralle Sonne legen zu können, der irrt sich gewaltig. Die UVA-Strahlung lagert das in der Haut vorhandene Pigment lediglich um, bildet es aber nicht neu.

Generell sollte man nur zertifizierte Solarien aufsuchen, welche die Anforderungen der Strahlenschutzkommission erfüllen. Genauere Informationen können bei der Strahlenschutzkommission unter www.ssk.de nachgelesen werden.

Jahrelang basierten die Solarien auf UVA-Strahlung, da man davon ausging dass diese unschädlicher seien als das natürliche Sonnenlicht. Man war der Meinung die UVA-Strahlung könne keinen Sonnenbrand und somit keinen Hautkrebs verursachen. Neuere Untersuchungen haben allerdings belegt, dass Hautkrebs auch als Folge von zu starker UVA-Strahlung auftreten kann. Heute sind viele Solarien an das natürliche Sonnenlicht angepasst, d.h. sie enthalten sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen. Das Problem ist, dass manche Röhren viel zu große Mengen an UV-Strahlung abgeben, die weit höher liegen als die natürliche Mittagssonne in sehr heißen Gebieten des Erdballs.

Dass die Sonne glücklich macht ist bewiesen, denn die UV-Strahlen bauen körpereigene Opiate auf. Diese sogenannten Endorphine verteilen sich im Körper und wirken aufheiternd. Aber dass soll keinesfalls bedeuten, dass wir ohne Solarium im Winter weniger glücklich sind oder gar depressiv werden. Wichtig ist nur, dass wir ans Sonnelicht gehen, denn auch im Winter ist die Sonne stets präsent.

Den Vitamin-D-Schub kann man sich auch auf natürlichem Weg holen. Es reicht völlig aus, alle zwei Tage für eine Viertelstunde an die frische Luft zu gehen. Dadurch bildet der Körper ausreichend Vitamin-D in der Haut. Das funktioniert auch wenn die Sonne nicht scheint und der Himmel bedeckt ist. Was die Bräune angeht sollte man sich keine Sorgen machen, denn Solariumbräune ist out, angesagt ist die vornehme Blässe!

Quelle (Foto): Istockphoto

Dieser Artikel wurde verfasst am 2. Januar 2010
von in der Kategorie Magazin

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