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Es ist nicht alles Gold was glänzt!

Je teurer das Produkt, desto besser der Inhalt oder je edler die Verpackung, desto teurer die Creme? Das ist eine Frage, der wir nachgegangen sind: Muss eine gute Creme immer teuer sein?

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Es ist nicht alles Gold was glänzt!, Quelle: Istockphoto

Hier teilen sich die Meinungen: Stiftung Warentest sagt „billig ist oft besser“, die Hersteller der Luxuscremes hingegen rechtfertigen ihre hohen Preise mit edlen Inhaltsstoffen, jahrelanger Forschung und komplizierten Produktionsverfahren.

Stiftung Warentest hat diverse Cremes getestet, darunter No-Name-Produkte aber auch Hersteller die Rang und Namen haben und deren durchschnittlicher Preis bei 80 bis 100 Euro bei 100 Milliliter Inhalt liegt. Das Ergebnis ist erstaunlich: Cremes für 5,80 Euro stellen Produkte mit einem angeblichen Wert von 72 Euro schlicht und ergreifend in den  Schatten. Woran liegt es dann, dass viele Verbraucher davon ausgehen, das teuer gleich besser ist?

Ist an dieser Behauptung doch was Wahres dran oder sind die Hersteller der Luxusartikel einfach Experten in Sachen Vermarktung?

Natürlich trägt die Kosmetikwerbung ziemlich dick auf und wer Luxusprodukte herstellt, spart auch nicht an aufwendigen Verpackungen und glänzenden Luxustiegeln. Marken wie Estée Lauder, Guerlain, Giorgio Armani, Carita, La Prairie oder Yves Saint Laurent präsentieren ihre Cremes in edlen Flakons oder gold verzierten Döschen. Diese Marken haben einen Namen der glänzt, und ihr Image ist purer Luxus.

Aber bedeutet ein exquisiter Anblick auch gleichzeitig einen adäquaten Inhalt? Angeblich bringen die Luxusartikel dank innovativer Forschungstechnologien ihre Wirkstoffe noch effektiver und gezielter an die Hautzellen. Oftmals sind Inhaltsstoffe und Wirkkomplexe enthalten, denen zeitintensive Recherchen und hohe Entwicklungskosten vorausgehen. Viele der Luxuskonzerne arbeiten eng mit  biochemischen Forschungsinstituten internationaler Universitäten zusammen. Hier wird auf Inhaltsstoffe gesetzt die man sonst nur aus der Schmuckbranche kennt. Beispielsweise regulieren negativ geladene Platinpartikel das Energieniveau der Haut. Dadurch wird der Feuchtigkeitshaushalt der Haut optimiert und der Schutz vor freien Radikalen gewährleistet. Edelsteine wie Turmalin und Diamanten unterstützen einen strahlenden Teint. So scheinen diese Produkte nicht nur von außen zu glänzen, sondern der Edelsteinstaub als Inhalt auch zu verjüngen
Aber ist der Anteil der edlen Inhaltsstoffe so hoch, dass auch das Produkt in der Herstellung so teuer ist, dass es für solch stolze Preise verkauft werden muss?

Viele Luxus-Marken stehen mittlerweile schon an der Grenze zur Medizin. Wenn Pharmakologen und Ästhetik-Mediziner zusammen sitzen und an einem intelligenten Pflegekonzept rumtüfteln, entstehen daraus wahre High-Tech-Cremes, die sich fast kein Mensch mehr leisten kann. Es stellt sich die Frage, ob diese Produkte das Versprechen der ewigen Schönheit auch halten können. Erreicht man den gewünschten Effekt auch mit Produkten die weniger aufwendigere Inhaltsstoffe enthalten?

Prinzipiell sollte man sich die Frage stellen, was man von einer guten Creme erwartet.  Schutz vor der Sonne, Trockenheit oder Kälte, das Spenden von Feuchtigkeit, die Beseitigung von Hautunreinheiten oder eine Verlangsamung der Hautalterung? Im besten Fall ist eine gute Creme sogar dazu im Stande die Spuren der Hautalterung wieder verschwinden zu lassen. Die Kosmetikindustrie fügt ihren Produkten deshalb Stoffe hinzu, die die Haut frisch und jung aussehen lässt und den Alterungsprozess der Haut stoppen soll. Vitamin C und E, Retinol, das Koenzym Q10, Hyaluronsäure und Collagen sind solche Stoffe, von denen wir teilweise wahre Wunder erwarten. Dazu kommen Pflanzenextrakte wie Maiskeimöl, Jojobaöl, Soja und Aloe Vera, deren Inhaltsstoffe einen revitalisierenden Effekt haben.

Aber wenn Cremes die gleichen Inhaltsstoffe enthalten, weshalb sind dann manche Produkte um ein Zehnfaches teurer als andere? Insbesondere die Wirkung von Anti-Aging-Cremes verschiedener Hersteller wurde an Probanden getestet. Unterschiede konnten hier kaum festgestellt werden, da die Wirkung dieser Cremes minimal ist.

Welche Creme wirklich am besten ist, sollte man nach einer intensiven Hautanalyse selbst ausprobieren. Wichtig ist, sich über Inhaltsstoffe und deren Wirkung vorab zu informieren. Generell kann man davon ausgehen, dass der Preis kein Indiz für die Wirksamkeit der Cremes ist.
Wichtig für den Verbraucher ist, nach bestimmten Schlüsselbegriffen auf der Verpackung Ausschau zu halten. Begriffe wie „Zellerneuerung“, Bioaktiv“, „DNA“, Peptid“ oder „Bioprotein“ verweisen beispielsweise auf das Wirkprinzip die Haut zu Selbsterneuerung zu bewegen. Nicht immer findet man diese Begriffe jedoch eindeutig auf der Verpackung. Es macht fast den Anschein, als seien die Hersteller der Produkte nicht sonderlich motiviert, dem Verbraucher offen darzulegen welches Produkt sie gerade vor sich haben bzw. welche Stoffe darin wirken. Es sei noch erwähnt, dass viele Luxusartikel mit aufwendigen Substanzen oft den einen oder anderen Inhaltsstoff enthalten, der rein gar nichts in einer Creme zu suchen hat. Wir sprechen hier beispielsweise von dem  Stoff Triclosan, der unter dem Verdacht steht, Bakterien gegen Antibiotika resistent zu machen. Auch werden immer wieder Paraffine als künstliche Fette eingesetzt, obwohl sich natürliche Öle viel besser in die Haut integrieren und verträglicher sind. Was helfen aufwendig hergestellte Inhaltsstoffe wenn doch der eine oder andere Stoff in Cremes auftaucht, der möglicherweise schädlich ist. Sollten teure Cremes nicht prinzipiell hochwertige Rohstoffe enthalten? Stattdessen geht der Trend leider oft zu Paraffinen, Erdölprodukten und Silikonen. Was haben diese Stoffe in einer „hochwertigen“ Creme zu suchen?

Je teurer das Produkt, desto besser der Inhalt oder je edler die Verpackung, desto teurer die Creme? Teuer ist nicht besser, aber edle Verpackungen sind meist teuer ohne eine Garantie dafür zu geben, dass Innen wirkt was Außen glänzt!

Unser Fazit lautet: Schaut nicht auf den Preis, sondern auf die Inhaltsstoffe bevor ihr eine Creme kauft. Manchmal stimmt es eben doch: Außen hui und Innen pfui!

Quelle (Foto): Istockphoto

Dieser Artikel wurde verfasst am 23. Oktober 2009
von in der Kategorie Magazin

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