Jetzt registrieren!

Finde die besten Produkte

Anzeige

Babypflege: Wieviel Pflege braucht die Haut?

Wenn so ein neuer Mensch das Licht der Welt erblickt, nach rund 40 Wochen im Mutterleib, ist alles dran an ihm, was er so braucht. Dank intensivmedizinischer Techniken ist es sogar möglich, Frühchen ab der 25. Woche zu retten. Doch wir sind verunsichert: Ist denn dieser kleine Wurm wirklich schon in der Lage allem zu trotzen, der Pflege, der Reinigung – unserer gesamten kosmetischen Umwelt?

Anzeige

Der neue Erdenbürger ist da! Die Eltern in heller Aufregung, die Großeltern super glücklich. Denn so selbstverständlich ist das Kinderkriegen nicht mehr. Die Eltern werden immer älter, bevor das erste Kind kommt, die Anzahl der Kinder immer weniger und umgekehrt proportional dazu wächst die Verunsicherung darüber, was das Baby denn nun braucht und wie man es richtig macht. Das wissen auch die Hersteller von Babypflegeprodukten und nicht selten werden den jungen Müttern schon in der Klinik Proben der Produkte in die Hand gedrückt.

Babys Haut schon fertig?

Babyhaut ist im wahrsten Sinne des Wortes streichelzart, weich und faltenlos. Ja, selbst eine Schlaffalte strafft sich innerhalb weniger Minuten! Doch ist die Haut wirklich schon so widerstandsfähig wie bei einem Erwachsenen? Im Prinzip ja, denn bei der Geburt ist auch die Babyhaut schon komplett fertig. Inklusive der Hornhaut, die bei Geburt noch mit der sogenannten Käseschmiere bedeckt ist, die zusätzlich vor dem Austrocknen schützt. Meist bedeckt auch ein feiner Flaum nicht nur den Kopf sondern auch den Körper, die sogenannten Vellushaare. Was die Haut noch nicht so gut kann ist die Thermoregulation, weswegen die Eltern auch auf eine angenehme Umgebungstemperatur bzw. geeignete Kleidung achten. Definitiv noch nicht fertig ist die Ausbreitung der Melanozyten in der Haut und der damit verbundenen Schutz gegen UV Strahlung. Babies und Kleinkinder gehören nicht ungeschützt in die Sonne.

Die Pflege …

Auch wenn es ganze Sortimente mit Babypflegeprodukten gibt, wieviel braucht man wirklich? Eigentlich nicht viel, denn das meiste, was angeboten wird, ist einzig zum Wohlfühlen.
Babyöl: Eignet sich wundervoll für Mama und Kind (oder auch Papa und Kind) zur Massage. Babyöle enthalten in der Regel Paraffinöl, welches hoch aufgereinigt ist und geruchlos (siehe auch: Was hilft gegen trockene Haut?).
Babyposalbe: In der Regel eine (wasserfreie) feste Paste auf Basis von Vaseline und Zinkoxid und Lanolin (Lanolin wird aus dem Wollfett von Schafen gewonnen) und dient dazu den wunden Babypo zu pflegen und zu schützen. Manche Erwachsene schwören auch darauf, um die Paste auf den Herpes zu tupfen… Allerdings, manche Wundschutzcremes sind Emulsionen, erkennbar daran, dass „aqua“ in der INCI steht (meist an erster Stelle).
Babypuder: Ebenfalls für die Anwendung am Popo gedacht und verhindert / verringert das Wundwerden (siehe auch: Puder – das dekorative, kosmetische, praktische Multifunktionstalent)

und Reinigung

Die Reinigung von Babys Haut und Haar ist eigentlich nicht wirklich nötig, denn wie soll der Wurm sich dreckig machen? Für die Eltern eine Gewissensfrage, denn wasserhaltige Produkte enthalten auch Konservierungsmittel.
Babyseife: Ist Seife (siehe auch: Seife – besser als ihr Ruf), wie andere Seifen auch.
Babyshampoo: In der Regel mit verhältnismäßig gut hautverträglichen Tensiden ausgestattet, schäumt auch nicht stark.
Baby-Reinigungstücher: Gibt es als Tücher mit Öl oder Emulsion (Lotion), letztere enthalten Wasser und müssen deswegen auch konserviert sein.

Und Parfüm?

Gibt es einen schöneren Duft als den von Babyhaut? Und weil Babies so schön und unschuldig riechen, sind die meisten Produkte auch mit einem typischen „Babyduft“ ausgestattet. Eltern, die ihr Kind nicht so früh schon dem olfaktorischen Anschlag der Zivilisation aussetzen wollen, können parfümfreie Produkte wählen. Aber das Verhältnis zu Baby und Duft ist nur in Nordeuropa so unterkühlt, im Süden oder gar in Lateinamerika werden die Kleinen besonders parfümiert. Eben weil es so schön riecht.

Hautprobleme?

Auch bei den Kleinen kommen immer mal wieder Hautveränderungen vor. Nach der Geburt kann das Kleine schon mal Flecken und Rötungen haben, die in der Regel aber bald verschwinden. Milchschorf und trockene Stellen können sich später bilden, lassen sich in der Regel aber gut mit Öl oder reichhaltiger Creme behandeln. Grund zur Panik ist das alles nicht, denn die meisten gehen ja noch regelmäßig zum Kinderarzt und / oder haben eine Hebamme an der Seite. Und im Zweifelsfall gibt es jemanden, den man immer fragen kann: die eigene Mutter.

Foto: ©istockphoto.com/ Camrocker

Autor dieses Artikels:
Dr. Ghita Lanzendörfer-Yu ist promovierte Chemikerin und Expertin auf dem Gebiet der Entwicklung und Produktion von Kosmetika. Sie bringt mehr als 16 Jahre Erfahrung in der kosmetischen Industrie mit sowie vier Jahre freiberufliche Erfahrung in Shanghai, China.

Urheberrecht: Dr. Ghita Lanzendörfer-Yu. Verwendung des Textes nur mit schriftlicher Genehmigung des Autors.

Dieser Artikel wurde verfasst am 1. Oktober 2013
von in der Kategorie Geheimnis Kosmetik

Dieser Artikel wurde seitdem 4456 mal gelesen.

Dieser Beitrag wurde noch nicht bewertet.

Gib jetzt deine Stimme für diesen Artikel ab:

Eine Antwort zu “Babypflege: Wieviel Pflege braucht die Haut?”

  1. kermitchen

    Leider ist die Aussage im Artikel zum Babypuder vollkommen falsch. Neuste Plegewissenschaftliche Erkenntnisse sagen aus, dass Puder nach Möglichkeit vermieden werden soll. Aufgetragen führt es zu einem glatten Gefühl, aber leider wird das Puder krümelig, verursacht dadurch Reibung und wunde Stellen werden sich noch mehr verschlechtern. Jede Hebamme und Kinderkrankenschwester rät heutzutage davon ab. Puder wird in der Pflege übrigens auch bei Erwachsenen nicht mehr eingesetzt.

Hinterlasse eine Antwort

Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Anzeige
 

Du musst angemeldet sein, um zu bewerten

Wir benötigen deine Anmeldung,
um diesen Artikel durch dich bewerten zu lassen.

Wenn du noch keinen Login besitzt, kannst du dich hier registrieren.