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Die tägliche Rasur – ein Härtetest

Die tägliche Rasur des Barthaares ist für viele Männer ein Ritual, durch das Mann einfach durch muss. Ob trocken oder nass, das bleibt dem jeweiligen Geschmack überlassen und der Struktur des Barthaares und natürlich der Menge. Wenn sich in der Werbung Männer rasieren, dann sind das kernige Typen mit markanten Gesichtszügen, denn ein guter Rasierer ist präzise und sanft.

Hipster mit Bart und Schere in der Hand

Einige Fußballstars des FC Bayern sind gerade die Werbegesichter des Trockenrasierers der Marke Braun. Ach Quatsch Rasierer! Styler! So muss es richtig heißen! Überraschend aufschlussreich finde ich die Kommentare zu diesem YouTube Video:

Nur ein echter (erwachsener) Mann hat demnach Barthaare und darf sich folglich auch rasieren. So die Ansicht eines Kommentators aus dem Nahen Osten.

Die Rasur – das Initiationsritual der modernen Männer

Das Erwachsenwerden ist ein schwieriger Prozess und mindestens genauso schwierig ist es, ein „richtiger“ Mann zu werden und in der Gesellschaft anzukommen. In vielen Völkern gehören dazu Riten, wie die Beschneidung oder die Tätowierung (1). Allen gemeinsam ist der Schmerz! In unserer Gesellschaft gehört dazu, dass Väter ihren Söhnen beibringen, wie man sich rasiert (2) als einer unter vielen weiteren Punkten.

Wie rasiert Mann sich richtig?

Der glattrasierte Mann ist der Gegenentwurf zum verlotterten Revoluzzer, obwohl Bärte – auch Vollbärte – wieder schwer angesagt sind. (siehe auch: Mann trägt wieder Bart). Ein Vollbart hat auch heute noch hohen Symbolcharakter (3) und die entpolitisierte Variante des Talibanbartes ist der Hippster. Ob Mann sich überhaupt rasiert ist also häufig auch eine Frage des modischen Geschmacks (4). Wenn Mann dann aber zur Klinge greift, steht er vor der schwierigen Frage: nass oder trocken?

Der (elektrische) Trockenrasierer

Einst war er die gefeierte Innovation im Rasurmarkt: die Klinge hinter Gitter gebracht, konnte Mann sich gefahrlos täglich rasieren. Ohne großen Aufwand und kosmetischen Schnick-Schnack, hinterher vielleicht nur ein After-Shave auftragen, fertig.

Die Nassrasur

Die Nassrasur gilt nach wie vor als das Non-Plus-Ultra in der Rasur. Statt wie früher mit einem Messer oder – wer kennt sie noch? – der einfachen Klinge, gibt es heute sehr gute Rasierklingen, die sicher und angenehm zu handhaben sind. Und für Anfänger gibt es tolle Video Anleitungen.

Der Nachteil liegt tatsächlich in dem Mehraufwand: denn die Haut sollte vorbereitet werden (warmes Wasser), es sollte ein Rasierschaum oder –gel verwendet und hinterher alles gut abgespült werden. Das ist nicht jedermanns Sache und wer ungeschickt ist, kann sich dennoch verletzen.

Häufige Probleme durchs Rasieren

Jede Rasur, ob nass oder trocken stresst die Haut (5), es werden die obersten Hautschüppchen abgetragen und – bei stumpfen Klingen – Haare ausgerissen und Verletzungen entstehen. Zwar haben Männer eher dickere Haut als Frauen und produzieren deutlich mehr Sebum, dennoch können Probleme nach der Rasur entstehen: eingewachsene Haare oder Pickel. Hygiene ist deswegen absolut wichtig, egal ob bei der Trocken- oder Nassrasur. Genauso wie ein After-Shave Produkt, das die Poren schließt und leicht desinfizierend wirkt (siehe auch: Gefährlich – Alkohol in Kosmetik). Eine Pflegecreme zusätzlich entspannt die Haut und sorgt dafür, dass der Säureschutzmantel und die Barriere schnell wieder ins Gleichgeweicht kommen.

Krauses oder lockiges Barthaar sollte eher mit einem Trockenrasierer entfernt werden, eitrige Pickel sollten nicht aufgeschnitten werden. Das sind Tipps, die sich im richtigen Leben leider nicht immer verwirklichen lassen. Dann helfen kaltes Wasser oder ein Alaunstift.

Sollten die Haare allerdings immer wieder einwachsen oder Entzündungen immer wieder aufflammen, dann sollte Mann sich nicht scheuen zum Dermatologen zu gehen.

Und wenn der Bart ab soll?

Nicht immer rasiert Mann sich täglich. Viele haben einen trendigen Bart, andere verzichten im Urlaub auf die Rasur. Doch nach Ferienende, wenn der Alltag wieder ruft, soll der Bart ab. Auch dafür gibt es Produkte, die in nass

und trocken

ein ordentliches Ergebnis abliefern ohne die Haut zu sehr zu stressen.

Kurz, selbst bartlos, ohne Stoppeln im Gesicht hat Mann es schwer und wer den richtigen Rasierer (siehe auch: www.rasierer-tests.com) für sich gefunden hat, wird kaum wieder wechseln.

Literatur

(1) Frankfurter Rundschau
(2) Stern: Dinge die Väter ihren Söhnen beibringen
(3) SWR: Kulturgeschichte des Bartes
(4) Welt: Kultur oder Natur
(5) Apotheken Umschau: Rasieren

Weiterführende Links

Haarige Fragen und haarscharfe Antworten
Körper ohne Haare

Foto: ©iStock.com/RoborDestrani

Autor dieses Artikels:
Dr. Ghita Lanzendörfer-Yu ist promovierte Chemikerin und Expertin auf dem Gebiet der Entwicklung und Produktion von Kosmetika. Sie bringt mehr als 16 Jahre Erfahrung in der kosmetischen Industrie mit sowie sieben Jahre freiberufliche Erfahrung in Shanghai, China und Mülheim adR.

Urheberrecht: Dr. Ghita Lanzendörfer-Yu. Verwendung des Textes nur mit schriftlicher Genehmigung des Autors.

Dieser Artikel wurde verfasst am 5. September 2017
von in der Kategorie Geheimnis Kosmetik

Dieser Artikel wurde seitdem 687 mal gelesen.

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