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Fußpflege – die vernachlässigte Körperpflege

Der Sommer kommt und mit ihm die Sehnsucht, endlich wieder Barfuß zu laufen über Gras oder durch feinen Sandstrand. Die Socken und Schuhe endgültig (zumindest für eine Zeit) in den Schrank zu verbannen und den Winter zu vergessen. Doch die Füße sehen nach einem langen Winter alles andere als sommertauglich aus!

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Hornhaut wächst da, wo die Haut eigentlich weich sein sollte, Schrunden an den Scheuerstellen und die Nägel lang, viel zu lang und ungepflegt. Jetzt wird es höchste Zeit auch den Winter aus den Schuhen zu vertreiben und die müden Füße sommerfit zu machen.

Geschunden, getreten und eingesperrt –  arme Füße

Unseren Füßen muten wir eine ganze Menge zu. Nicht nur, dass sie unser Gewicht sicher über Stock und Stein tragen, wir quetschen sie dann noch in High Heels und stöckeln stundenlang durch die Nacht. Oder wir joggen durch den Wald und stauchen bei jedem Aufsetzen die Füße mit einem Vielfachen unseres Körpergewichts. Meistens ertragen sie es klaglos. Doch wehe, wenn wir eine Blase haben oder eine andere Malässe. Plötzlich wird uns bewusst wie sehr wir sie brauchen – unsere Füße.

Die Pflege der Füße ist das Wohlbefinden des Körpers

Die Yogis wissen, dass die Füße zum ersten Chakra gehören, dem Wurzelchakra, das uns mit der Erde verbindet und Sicherheit gibt. Deswegen ist für sie ein sicherer Stand sehr wichtig. Auch in der TCM (der Traditionellen Chinesischen Medizin) haben die Füße einen wichtigen Platz, denn hier sind die Reflexzonen aller Körperteile angesiedelt. Drückt und massiert man nun diese Stellen, geht es auch dem Körper gut. Und dann sind da noch viele Meridiane – Energiebahnen, die an den Füßen ihren Anfangs- oder Endpunkt haben. Kurz, an den Füßen spielt sich mehr ab als nur Nägel und Hornhaut…

Warum eigentlich an den Füßen – so viel Hornhaut?

Unsere Haut ist eben ein wundervoll flexibles Organ. Wird irgendwo permanent Druck ausgeübt, schützt sie das darunter liegende Gewebe dadurch, dass sie sich verdickt. Es werden einfach mehr Schichten der äußersten Epidermis – der Hornhaut gebildet bzw. nicht abgestoßen. Somit schafft sich die Haut ihr eigenes Polster. Aber eine verdickte Hornhaut hat auch Nachteile: je dicker, desto weniger flexibel wird sie und kann rissig werden oder platz einfach an einigen Stellen auf. Damit stehen dann Keimen Tür und Tor offen, was zu sehr schmerzhaften Entzündungen führen kann. Allerdings sehen auch Fachleute an der Hornhaut sofort, wo die Füße ihr Problem haben.

Schneiden oder Feilen?

Vorsicht ist auch hier die Mutter der Porzellankiste, gerade auch für Diabetiker: Im Zweifelsfall lieber erst mal feilen, vielleicht auch lieber weniger hobeln als Verletzungen zu riskieren. Wer es ganz sicher haben möchte, sollte einen Besuch bei der Fußpflege ausmachen. Dort arbeiten Profis und feilen nicht nur, sondern beraten auch. Wem das zu aufwendig ist, dem hilft zunächst ein Fußbad. Das weicht die Hornhaut auf und trägt durch geeignete Zusätze zur besseren Durchblutung der Füße bei. Mittlerweile gibt es außer Feilen und Hornhaut-Hobeln (Vorsicht Messer!) auch andere Produkte, die die Hornhaut schonend entfernen, zum Teil sogar ohne vorheriges Fußbad. Immer gut ist ein Bimsstein, mit dem sich sowohl im feuchten als auch im trockenen Zustand die Hornhaut relativ sanft entfernen lässt. Dennoch gehören Warzen, Hühneraugen und „komische“ Druckstellen in die Hände von Fachleuten, will man nicht – wie ich – nächtens einen Besuch in der Notaufnahme des örtlichen Krankenhauses absolvieren.

Pflegen einfach unerlässlich

Die Schere sollte also nur für ganz schwere Fälle bereit gehalten werden, ansonsten ist das A und O die Pflege – vor und nach der Hornhautentfernung: Produkte mit Urea (Harnstoff) machen die Hornhaut weicher, mit Teebaumöl wirken sie antientzündlich, mit Menthol kühlen sie und – ja, es gibt auch Fussdeos, weil ja bekanntlich unter den Füßen und in den Handflächen die meisten Schweißdrüsen sitzen (siehe auch: „Ohne Schweiß kein – Deo„). Silikonkissen mildern den Druck zwischen den Zehen und zwischen Fuß und Schuh – auch nicht verkehrt. Und klar ist Fußpflege (am besten mit Massage – wir wissen schon von wem) auf jeden Fall der Schlüssel zu schönen Füßen und ganz bestimmt die beste Vorbereitung zu einem sommerlichen Nagelhighlight: „Nagellack – pleasure to go„.

Foto: ©istockphoto.com/Osuleo

Autor dieses Artikels:
Dr. Ghita Lanzendörfer-Yu ist promovierte Chemikerin und Expertin auf dem Gebiet der Entwicklung und Produktion von Kosmetika. Sie bringt mehr als 16 Jahre Erfahrung in der kosmetischen Industrie mit sowie vier Jahre freiberufliche Erfahrung in Shanghai, China.

Urheberrecht: Dr. Ghita Lanzendörfer-Yu. Verwendung des Textes nur mit schriftlicher Genehmigung des Autors.

Dieser Artikel wurde verfasst am 11. Juni 2013
von in der Kategorie Geheimnis Kosmetik

Dieser Artikel wurde seitdem 5713 mal gelesen.

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