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Tattoo – dermographische Impressionen – ein Bild für die Ewigkeit?

Jetzt im Sommer werden Hosen und Röcke kürzer, Ausschnitte tiefer – man und frau zeigt Haut. Doch was erblicken wir? Drachen winden sich auf weißen Waden, Echsen schauen aus dem Kragen und ganz von Hinten das „Arschgeweih“. Tattoos, wie man sie macht und wieder weg bekommt….

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Es ist wirklich noch nicht lange her, da war es den „harten“ Kerlen bzw. der Unterwelt vorbehalten, sich mit Bildern unter der Haut zu schmücken: Seefahrer, Luden, Knackies oder gar Mitglieder der japanischen Yakuza! Ein Tattoo war nichts für den seriösen Geschäftsmann oder die brave Tochter. Und doch haben es die dermographischen Impressionen geschafft, sich in der breiten Mehrheit der Bevölkerung anzusiedeln. Im Gegenteil: In extrem körperbetonten  Gruppen wie zum Beispiel den Surfern scheint man ohne Tattoo echt out zu sein.

Tattoo – eine alte Art der Hautverschönerung

Tattoo ist so alt wie die Kulturgeschichte der Menschheit. Das Wort Tattoo kommt aus dem Polynesischen „Tatau“ und wurde von dort Ende des 18. Jahrhunderts von Seeleuten nach Europa gebracht. Aber auch hier war schon vor Tausenden von Jahren bekannt, wie man Farbe unter die Haut bekommt. Ötzi ist ein prominentes Beispiel dafür.
Der Sinn einer Tätowierung war sehr unterschiedlich: Man markierte Mitglieder eines Stammes, benutzte es zu medizinischen Zwecken, als Schutz vor Dämonen, zur Verstärkung der Kräfte oder um begangene Heldentaten zu dokumentieren. Nicht zuletzt auch als Schmuck (http://images.zeit.de).

Tattoo – keine Kosmetik

Tätowierungen sind definitiv keine Kosmetik, denn das Stechen mit der Nadel, um Farbpigmente IN die Haut zu bringen, bezeichnet man als invasiv. Die Farbe wird dabei unter die Epidermis gebracht, in die Dermis. Also dort wo das Bindegewebe ist und die Blutgefäße verlaufen. Während Produkte zur Anwendung AUF der Haut umfassend geregelt sind, ist hier erst relativ spät – nämlich 2009 – die Tätowierungsmittelverordnung in Kraft getreten (www.bvl.bund.de). Sie fordert im Wesentlichen das, was aus der Kosmetik schon seit Jahrzehnten bekannt ist: sauberes Arbeiten, Haltbarkeit der Farben und nicht zuletzt die Unbedenklichkeit der Inhaltsstoffe.

Machen Tattoos krank?

Durch das Stechen der Nadel in die Haut – es werden etwa 350 Stiche / Minute gesetzt – entsteht ganz unzweifelhaft eine Rötung, die aber wieder abklingt. Anders sieht es aus, wenn man gegen die Pigmente allergisch reagiert. Dann hat man echt verloren. Bevor man sich also ein Tattoo stechen lässt, sollte man sich umfassend informieren. Dies kann man zunächst auch online machen zum Beispiel bei http://protattoo.org/ oder www.wildcat.de. Natürlich ersetzt so eine Recherche nicht das Gespräch mit der Fachfrau oder dem Fachmann. Mein Interview dazu mit Andrea Lukner (http://www.altattoo.de/) könnt ihr in zwei Wochen lesen.

Tattoo ist Körperschmuck

Ohne Frage, ein gut gemachtes Tattoo sieht gut aus, um nicht zusagen auch faszinierend. Preislich kommt man sicherlich auf den Betrag eines gut gemachten Schmuckstückes. Nur, den Schmuck kann ich wieder ablegen, wenn ich meinen Style verändern möchte: Das Tattoo bleibt.

Tattoo-Entfernungen

Nach aktuellen Erhebungen, tragen etwa 10 % der Deutschen ein Tattoo, Tendenz steigend. Es gibt Tattoosüchtige, die nach immer mehr verlangen und solche die grotten-enttäuscht sind, weil das Tattoo nicht so geworden ist, wie gewünscht. Und ja, es gibt natürlich auch Fälle, da soll das Tattoo wieder weg, weil man es nicht mehr schön findet. Das Entfernen wird dann mindestens noch mal so teuer wie das Stechen des Tattoos selber und ist auch definitiv schmerzhafter. Mit moderner Lasertherapie lassen sich die meisten Tattoos entfernen ohne, dass Narben zurück bleiben. Für eine Entfernung muss man allerdings nicht nur Geld, sondern auch Geduld mitbringen, da durchschnittlich 5-10  Sitzungen im Abstand von 4 Wochen nötig sind. Das heißt für die komplette Entfernung kann man durchaus mit einem Jahr rechnen.
Wer also ein Tattoo möchte, der sollte es sich gründlich überlegen, ob er mit dem Schmuckstück wirklich sein Leben lang glücklich sein wird. Die, die es nicht wollen, könnten überlegen, sich in Laser-Technologie ausbilden zu lassen….

Foto: ©istockphoto.com/mabe123

Autor dieses Artikels:
Dr. Ghita Lanzendörfer-Yu ist promovierte Chemikerin und Expertin auf dem Gebiet der Entwicklung und Produktion von Kosmetika. Sie bringt mehr als 16 Jahre Erfahrung in der kosmetischen Industrie mit sowie sieben Jahre freiberufliche Erfahrung in Shanghai, China und Mülheim adR.

Urheberrecht: Dr. Ghita Lanzendörfer-Yu. Verwendung des Textes nur mit schriftlicher Genehmigung des Autors.

Dieser Artikel wurde verfasst am 8. Juli 2014
von in der Kategorie Geheimnis Kosmetik

Dieser Artikel wurde seitdem 3233 mal gelesen.

Eine Antwort zu “Tattoo – dermographische Impressionen – ein Bild für die Ewigkeit?”

  1. Steffi93

    Ich Liebe Tattoos so Hammer 😉

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