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Tuchmasken – Wirksamkeit 2.0 oder nur ein Hype?

Sie kommen aus Asien und haben sich langsam aber sicher den Platz in deutschen Drogeriemärkten erobert: Tuchmasken.

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Sie füllen die Lücke zwischen der klassischen Maske und der Behandlung bei einer Kosmetikerin. Bei den Pinkmelon Testerinnen schneiden sie in der Regel prima ab (1). Ein guter Grund, sich Tuchmasken mal genauer anzusehen.

Die klassische Gesichtsmaske hat in den vergangenen Jahren eine signifikante Wandlung erfahren: weg vom altbackenen Produkt hin zum schnellen Pflegekick (siehe auch Gesichtsmasken – der schnelle Pflege-Kick für jede Gelegenheit). Die Frage ist jetzt eigentlich, was kann eine Tuchmaske besser?

Wie neu sind Tuchmasken eigentlich?

Ihr habt es sicherlich geahnt, Tuchmasken sind nicht wirklich neu. Im hochpreisigen Markt sind sie schon lange im Sortiment und sehen ein bisschen nach dem Musical Phantom der Oper aus (2). Hier handelt es sich im Prinzip um ein Vlies (siehe auch Von hart bis zart – Zellstoff, Watte und nicht Gewebtes), das mit einem Wirkstoffkonzentrat getränkt ist. Das Ganze wird in einem verschweißten Sachet (siehe auch: Adventszeit – Zeit für den Konsum) überteuert angeboten. Unterschiedliche Testerinnen haben sich schon damit beschäftigt, von der FAZ (3) bis zur Brigitte (4). Den großen Boom erleben Masken aber derzeit in Asien (5). Von dort kommen die Tuchmasken übrigens auch (6). China ist dabei der Markt, der am meisten wächst.

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Wirksamkeit 2.0

Asiatischen Frauen ist bei einer Tuchmaske wichtig, dass die Haut befeuchtet wird, weißer aussieht (siehe auch Blemish Balm, Make-up oder was?) und die Poren verkleinert werden. Im Westen dagegen ist wichtig, dass sie gegen Pickel und Hautunreinheiten wirkt, sowie gegen Hautalterung. Die Marktbeobachter setzen darauf, dass der Trend anhält und durch die Spezialisierung der Masken individuellen Bedürfnissen stärker Rechnung getragen wird. Aber apropos individuelle Bedürfnisse: Die kann eine Kosmetikerin mit ihrer Expertise auch super befriedigen. Tuchmasken sind auch hier ein Produkt, was schon länger im Einsatz ist.

https://youtu.be/TgO-guszfpE

Das Trägermaterial

Ich erwähnte es schon, das Trägermaterial ist meist ein Vlies. Vlies lässt sich aus beliebig vielen Materialien herstellen: Seegras, Seide, Baumwolle oder synthetischen Fasern wie Tencel (aus bestimmten Holzsorten (7)) oder Polyester (8). Dabei gilt folgenden Punkten besonderes Augenmerk, da sie Anwendung und Zufriedenheit signifikant beeinflussen:
♦ Passform
♦ Menge an verwendetem Produkt
♦ Kühlgefühl beim Verwenden

Da Passform und Anwendungsgefühl häufig zu wünschen übrig lassen, werden Hydrogel oder Bio-Cellulose Masken als überlegen angesehen (9), sie haben ein gelartiges Aussehen (10) und sollen einfach besser sein. Dennoch werden sie als eher teuer beschrieben (11).

Welche Maske ist denn nun geeignet?

Der Markt ist riesig und genauso ist es die Preisspanne zwischen den verschiedenen Masken. Hier habt ihr also die Qual der Wahl. Kein Wunder, dass der ein oder andere auf die Idee kommt, sich seine Maske selber zu machen:

Wer es noch einfacher haben möchte, der kann sich mit einem Einmalwaschlappen und einem Gesichtstonic behelfen. Und noch billiger ist es, einen mit warmem Wasser getränkten Waschlappen zu benutzen.

Linkliste

(1) Pinkmelon Testergebnisse Tuchmaske
(2) Lancôm Tuchmaske
(3) FAZ Vergleich
(4) Brigitte Vergleich
(5) Beauty News Hautpflegemasken
(6) Beauty News Asien Trend
(7) Maskenmaterial
(8) Wikipedia Vlies
(9) Vergleich Maskenmaterial
(10) Biocellulose
(11) Maskenmaterial

Weiterführende Links

Tuchmaske Blog
Trockene Tuchmasken
Vergleich aus den USA

Foto: ©iStock.com/GOLFX

Autor dieses Artikels:
Dr. Ghita Lanzendörfer-Yu ist promovierte Chemikerin und Expertin auf dem Gebiet der Entwicklung und Produktion von Kosmetika. Sie bringt mehr als 16 Jahre Erfahrung in der kosmetischen Industrie mit sowie sieben Jahre freiberufliche Erfahrung in Shanghai, China und Mülheim adR.

Urheberrecht: Dr. Ghita Lanzendörfer-Yu. Verwendung des Textes nur mit schriftlicher Genehmigung des Autors.

Dieser Artikel wurde verfasst am 3. April 2018
von in der Kategorie Geheimnis Kosmetik

Dieser Artikel wurde seitdem 2084 mal gelesen.

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