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Konservierungs- und Duftstoffe in Kosmetika

Nicht jeder verträgt alle Kosmetikprodukte aufgrund der Konservierungs- und Duftstoffe, die in ihnen enthalten sind. Wie schädlich sind diese Stoffe, sind sie überhaupt nötig und was kann man tun, um sie zu umgehen?

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Viele Kosmetika und Hautpflegemittel enthalten Konservierungsmittel um ihre Haltbarkeit zu verlängern. Kosmetika besitzen meist einen hohen Wasseranteil und sind daher ein idealer Nährboden für Pilze und Bakterien. Auch der Fettanteil verschiedener Cremes kann schnell ranzig werden und bei der Anwendung Hautreizungen verursachen.

Prinzipiell sind Kosmetika, die Konservierungsstoffe enthalten, mindestens zweieinhalb Jahre haltbar. Für Naturprodukte oder konservierungsfreie Kosmetika gilt dies jedoch nicht. Die Hersteller dieser Produkte sind deshalb gesetzlich verpflichtet ein Mindeshaltbarkeitsdatum auf der Verpackung anzugeben.

Zu den wichtigsten Konservierungsmöglichkeiten gehören: Ameisensäure, Benzoesäure und -salze, Benzylalkohol, Benzalkoniumchlorid, Bromchlorophen, Bronopol, Chlorhexidin, Chlorkresol, DMDM Hydantoin, Dehydracetsäure, Diazolidinylharnstoff, Hydroxybenzoesäure und -salze (Parabene), Iodopropylcarbamat, Imidazolidinylharnstoff, Phenoxyethanol, Salicylsäure und -salze, Sorbinsäure und -salze, Thiomersal und Triclosan (kommt nur noch selten zum Einsatz, da sehr umstritten: http://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/kosmetik/kosmetik_triclosan.htm).
Aber auch Teebaumöl, ätherische Öle wie Eugenol, Thymol und Geraniol werden antimikrobielle Eigenschaften zugeschrieben. Auch wenn es sich hierbei nicht um synthetische Konservierungsstoffe handelt, können sich diese natürlichen Konservierungsstoffe aufgrund ihrer hohen erforderlichen Einsatzkonzentration negativ auf die Hautverträglichkeit auswirken.

Viele Menschen sind gegen diese Konservierungsstoffe, aber auch gegen Duftstoffe allergisch. Aus diesem Grund sind die Hersteller verpflichtet sämtliche Inhaltsstoffe auf der Verpackung aufzuführen. Seit 2005 müssen ebenfalls alle Duftstoff, die möglicherweise Allergien auslösen können, genau angegeben werden, denn zuvor wurden sie nur unter dem Begriff „Parfüm“ zusammengefasst.

Bezüglich der Unverträglichkeit von Duftstoffen, sind photoallergische und kontaktallergische Reaktionen zu unterscheiden.
Unter UV-Licht-Einwirkung entstehen z. B. aus Musk-ambrette 6- bzw. 7-Methylcumarin, Moleküle die oft zu Kontaktekzemen, manchmal nur zu starkem Juckreiz ohne sichtbare Hautreaktion führen. Kontaktallergien gegen Duftstoffe treten bei Kosmetika seltener auf als bei Parfüms, da die Stoffe nur in geringer Konzentration vorhanden sind. Es ist aber schwierig die Kontaktallergien genau zu diagnostizieren, da es eine Vielzahl der verwendeten Duftstoffe gibt, die zudem noch gemischt werden. Oft werden hier Allergien gegen Perubalsam und einem Duftstoffgemisch aus Eugenol, Isoeugenol, Hydroxycitronellal, Zimtaldehyd, Zimtalkohol, Eichenmoos und α-Amylzimtalkohol durchgeführt. Wenn sich aus diesen Test ein Allergieverdacht ergibt, muss mit Einzelkomponenten weitergetestet werden.

Auf bedenkliche Konservierungs- und Duftstoffen verzichtet man am besten, wenn man die Kosmetikprodukte selbst herstellt oder Produkte auf Naturbasis verwendet. Konservierungsstoffe auf natürlicher Basis sind z. B. Grapefruitsamenextrakt, Sorbinsäure, Tocopherol (Vitamin E) oder Retinol (Vitamin A).

Quelle (Foto): Istockphoto

Dieser Artikel wurde verfasst am 11. September 2009
von in der Kategorie Magazin

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