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Sie ist warm, sie ist hell und sie macht glücklich! Sonne ist für alle da!

Auch wenn die Sonne so positiv auf unseren Körper und Geist wirkt, hat sie doch auch negative Nebenwirkungen, denn sie verfügt über so energiereiche Strahlungen, dass sie unsere Haut verbrennen lässt, wenn wir uns nicht adäquat schützen.

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Sonne ist für alle da!, Quelle: Istockphoto

Sonne auf unserer Haut

Die Sonnenstrahlung besteht aus sichtbarem, ultravioletten und Infrarot-Licht. 95 Prozent der Strahlen gelten als harmlos für die Haut. Gefährlich ist aber das ultraviolette Licht, vor dem wir uns schützen müssen. Die kurzwelligen UV-B Strahlen machen zwar nur 0,4 Prozent des Sonnenlichts aus, aber sie sind sehr energiereich. Bekommen wir zuviel von diesen Strahlen ab, entsteht Sonnenbrand.
Normalerweise aktiviert die Haut zuerst ihren Eigenschutz. Angeregt durch die UV-B-Strahlen kurbeln die Pigmentzellen in der Oberhaut die Produktion des Hautpigments Melanin an. Melanin breitet sich wie ein schützender Schirm um den Zellkern aus, dadurch bleiben die dort gespeicherten Erbinformationen intakt. Der Körper schützt sich auf diese Weise vor bösartigen Genveränderungen.
Nach etwa drei Wochen Sonnenbaden bilden sich vermehrt Hornzellen, die sogenannten Lichtschwielen, d.h. die obere Hautschicht wird dicker und kann Strahlen besser abwehren.
In unseren Breitengraden sind die Menschen hellhäutiger, d.h. die Pigmentzellen sind weniger aktiv, als beispielsweise bei Südeuropäern. Das liegt daran, dass sich der Mensch im Laufe der Evolution der Sonnenintensität seiner Umgebung angepasst hat

Wenn die Sonne lacht, lachen wir mit!

Sonne macht glücklich. Ursache dafür ist das Seretonin, dass der Körper unter Sonneneinfluss bildet. Das Glückshormon motiviert uns und sorgt dafür, dass unsere Stimmung aufgehellt wird. Aber nicht nur auf die Psyche, auch auf unseren Körper wirkt Licht und Wärme positiv. Die Gefäße weiten sich und werden besser durchblutet, Kreislauf und Stoffwechsel kommen in Schwung und verspannte Muskeln lösen sich. Unter dem Einfluss des UV-B Lichts bildet sich Vitamin D, das der Körper für den Knochenaufbau braucht.

Sonnenschutzmittel

Im Jahr 1933 wurde das Patent auf die erste Sonnencreme mit UV-Filter angemeldet. Heute enthalten Sonnenschutzmittel chemische oder physikalische Filter. Bei den chemischen Filtern dringen Substanzen wie Zimt- oder Salicylsäure in die Haut ein, nehmen die UV-Strahlung auf und wandeln sie in harmlose Wärmestrahlung um. Damit sich die Haut darauf einstellen kann, muss man sich eine halbe Stunde vor dem Sonnenbaden eincremen. Sonnencremes mit physikalischem Filter wirken sofort, denn bei diesen wird die Haut mit winzigen Teilchen aus Zinkoxid oder Titanoxid abgedeckt. Diese reflektieren wie kleine Spiegel das Sonnenlicht. Diese Produkte sind besonders für Kinder oder Menschen mit sehr empfindlicher Haut geeignet. Ihr Nachteil ist, dass sie die Haut je nach Pigmentanteil weiß färben.

Wie war das nochmal mit dem Lichtschutzfaktor?

Wie hoch der Lichtschutzfaktor (LSF) sein sollte, richtet sich nach dem Hauttyp und lässt sich relativ simpel errechnen. Durchschnittlich kann sich ein Nordeuropäer 20 Minuten sonnen, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Benutzt er einen Sonnencreme mit dem Lichtschutzfaktor 10, erhöht sich die Eigenschutzzeit der Haut auf 200 Minuten. Wer aber das Matterhorn besteigt, braucht einen höheren Lichtschutzfaktor, denn hier variiert die Sonnenintensität. Je 1.000 Höhenmeter nimmt sie um 13 Prozent zu und auch in Äquatornähe ist sie stärker als in unseren Breitengraden.
Sonnenschutzmittel werden im Labor unter idealen Bedingungen geprüft, d.h. die Creme wird dick aufgetragen. Durchschnittlich braucht der Körper drei Esslöffel Creme, damit der Lichtschutzfaktor seine Wirkung erzielt. Wichtig ist vor allem das Nachcremen, denn Schwitzen und Abtrocknen führen oft dazu, dass die Creme nicht mehr gleichmäßig auf dem Körper verteilt ist. Die Aussage „mit hohem Lichtschutzfaktor werde ich nicht braun“ ist ein Gerücht. Braun wird man trotz Sonnencreme, der Lichtschutzfaktor sorgt nur für eine schonende und ebenmäßige Bräunung.

UV-B macht rot, UV-A macht alt

Wer möchte schon rot sein, geschweige denn alt aussehen! Um das zu vermeiden gibt es zwei Regeln: Immer Eincremen und auf Dauer-Sonnenbäder verzichten. So schön es auch ist stundenlang in der Sonne zu liegen, unsere Haut wird es uns danken, wenn wir ab und an mal den Schatten vorziehen!
Die Faustregel heißt: UV-B macht rot, UV-A macht alt. Die langwelligen UV-A Strahlen dringen bis in die tiefen Hautschichten ein und dort entstehen aggressive Sauerstoffverbindungen, die freien Radikale. Als Gegenreaktion wird Kollagen aufgebaut, die Haut kann weniger Feuchtigkeit speichern und es bilden sich Falten.
Weil übermäßiges Sonnen die Haut altern lässt, müssen alle Sonnenschutzprodukte in Europa seit drei Jahren mit einem UV-A-Filter ausgestattet sein.
Die Palette der Sonnenschutzmittel ist groß und gute Produkte müssen nicht immer teuer sein. Manche Präparate enthalten Proteine, Radikalenfänger wie Vitamin C und E und Pflanzenstoffe. Diese sollen die Haut bei der Reparatur von Sonnenschäden unterstützen und gegen Sonnenallergie wirken.

Hautkrebs

Die ultravioletten Strahlen der Sonne sind energiereich genug, um Schäden an der Erbsubstanz (DNS) zu verursachen. Bei geringen Veränderungen an der Erbsubstanz, können diese durch spezielle Enzyme wieder repariert werden. Bei wiederholten und vor allem schweren UV-Überdosierungen kann es zu dauerhaften Schäden an der DNS kommen, die nicht mehr reparabel sind. Es kann so zur Entartung der betroffenen Zellen und im schlimmsten Fall zu Hautkrebs kommen.
Basaliome und Spinaliome sind die häufigsten Formen von Hautkrebs. Sie entstehen meist bei chronisch lichtgeschädigter Haut. Dies gilt auch für eine Unterform des malignen Melanoms (schwarzer Hautkrebs), das Lentigo-maligna-Melanom. Es gibt andere Melanomformen die oft an bedeckten Körperstellen auftauchen. Aber auch hier war meist die Sonne im Spiel. Das Melanomrisiko hängt möglicherweise eher mit der Häufigkeit und dem Schweregrad von Sonnenbränden zusammen als mit der Gesamtbestrahlung.
Auch Hauttyp und die „Sonnenbrandneigung“ spielen eine wichtige Rolle für das Risiko. Es gibt vier verschiedene Hauttypen, wobei sich die Einteilung an der individuellen Pigmentierung – also der Farbgebung der Haut, Haare und der Augen, orientiert. Wer zu welchem Hauttyp zählt, kann auf der Internetseite der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention unter www.unserehaut.de/adp.html nachgelesen werden.

Wie sieht ein guter UV-Schutz aus?Sonnenschutzmittel, Quelle: Istockphoto

Schon einfache Maßnahmen reichen aus, um sich vor der UV-Strahlung zu schützen. Generell sollte man die Mittagssonne in der Zeit von 11 bis 15 Uhr meiden, da die Sonnenstrahlung hier am intensivsten und stärksten ist. Prinzipiell sollte man sich nicht rösten, sondern bräunen. Dazu gehört, dass man mit kurzen Sonnenbädern und hohem Lichtschutzfaktor beginnt, denn die Haut braucht mehrere Tage um ihren Pigmentschutz zu aktivieren. Ist genügend Melanin gebildet und die Haut gebräunt, kann man zu einem niedrigerem Faktor wechseln.
Lippen besitzen keine Pigmente, die UV-Strahlen abwehren können und auch keine abschirmende Hornschicht. Weil das UV-Licht die Immunabwehr herabsetzt, bildet sich leichter Lippenherpes. Der beste Schutz ist ein Pflegestift mit UV-Schutz.
Auch das Auge muss vor der Sonne geschützt werden, denn Hornhaut, Linse und Netzhaut reagieren höchst empfindlich auf UV-Licht. Brillen mit dem CE-Siegel entsprechen europäischen Qualitätsstandards, sie blockieren selbst die langwelligen UV-A-Strahlen ab.

Kinder und Sonne

Die Haut von Kindern ist wesentlich empfindlicher, als die von Erwachsenen. Sie ist noch sehr dünn, kann nicht ausreichend bräunen und bildet noch keine schützende Hornhaut. Kinder bekommen aus diesen Gründen besonders schnell einen Sonnenbrand. Erst ab dem 15. Lebensjahr ist die Haut soweit, dass sie die schützende Pigmentschicht bilden kann. Kinder unter drei Jahren sollten nie länger in der prallen Sonne sein.
Diverse Studien konnten einen Zusammenhang zwischen den Sonnenbränden in der Kindheit, der Anzahl von Leberflecken und dem Auftreten von Malignen Melanomen zeigen. Starke UV-Bestrahlung erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass aus einem gutartigen Leberfleck Hautkrebs entsteht. Kinder verbringen viel Zeit im Freien und sind deshalb in einem hohen Maß der Sonnenstrahlung ausgesetzt. Der richtige Sonnenschutz ist ein Muss!
In den Sommermonaten helfen schon einfache Maßnahmen zur Verminderung der Strahlungswirkung, zum Beispiel das Tragen langer leichter Kleidung, Meidung der Mittagssonne und das Eincremen mit Sonnenschutzmittel (mindestens Lichtschutzfaktor 15), am besten etwa 30 Minuten bevor man nach draußen geht. Wichtig vor allem ist auch das Tragen eines Kopfschutzes und einer Sonnenbrille.

Irrtümer über die Sonnencreme

Geht man davon aus, dass Eincremen nicht nötig ist, wenn die Wolken die Sonne verdecken, dann liegt man völlig falsch. Auch bei bedeckten Himmel erreichen noch 60 bis 80 Prozent der UV-Strahlen die Erde. Manche Wolkenbilder können die Wirkung der Sonne sogar verstärken. Bei klarem Himmel trifft das Sonnenlicht mit einer Energie von 900 Watt auf den Boden. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Werte bei manchen Formen der Bewölkung bis zu 500 Watt darüber lagen.
Auch unter einem Baum kann man sich nicht gefahrlos sonnen. Experten haben errechnet, dass der Schatten eines Baumes die Wirkung einer Sonnencreme mit dem Lichtschutzfaktor 10 hat.
Ein großer Irrtum ist, dass man drinnen keine UV-Strahlung abbekommt. Die langwelligen UV-A-Strahlen durchdringen selbst Fensterscheiben. Deshalb sollte man auch vor langen Autofahrten das Eincremen nicht vergessen. Auch ein weißes Baumwollhemd hält die Sonnenstrahlen nicht vollständig ab, denn es entspricht lediglich dem Lichtschutzfaktor 10. Dicht gewebte Shirts bringen es auf den Lichtschutzfaktor 20. Wer empfindliche Haut hat, trägt besser besondere Schutztextilien aus Chemiefasern, die mit Pigmente versehen und auf eine spezielle Art gewebt sind.

Sonne und Solarium

Ist das Sonnenbad im Solarium weniger gefährlich als in der Sonne?

Zur Reduzierung der direkt schädigenden Wirkung von UV-B lag die Strahlung bei Solarien bisher überwiegend im UV-A-Bereich. Aber auch die Anwendung von UV-A-Solarien wird von Dermatologen sehr kritisch gesehen, denn es können die gleichen Strahlenwirkungen auftreten wie bei der Bräunung in der Sonne. Mit zunehmender Wellenlänge nimmt die Bräunungswirksamkeit der UV-Strahlen ab. Im langwelligen UV-A-Bereich werden zur Bräunung demnach große Bestrahlungsstärken benötigt, was wiederum die schädigende Wirkung erhöht. Dies bedingt, dass bei gleicher Bräunung das gleiche Risiko für Spätfolgen besteht, sowohl bei langer intensiver UV-A-Bestrahlung als auch bei kürzerer natürlicher UV-B-Bestrahlung. Generell kann man davon ausgehen, dass unabhängig von der Wellenlänge bei Bräunung jede UV-Bestrahlung eine schädliche Wirkung auf die Haut verursacht.

Kann eine Vorbräunung im Solarium vor Sonnenbrand beim Sonnenbad schützen?

Das kann sie nicht, denn die Lichtschutzwirkung durch die Vorbräunung im Solarium ist sehr gering, da der Eigenschutz der Haut durch die UV-A-Bestrahlung kaum erhöht wird. Dies liegt daran, dass die Sofortpigmentierung durch UV-A-Strahlen weder Pigmentschutz bietet noch den Aufbau einer Lichtschwiele fördert.

Aftersun oder herkömmliche Körperlotion?

Das Besondere an einer Aftersun-Lotion ist, dass sie sehr viel Feuchtigkeit spendet. Dazu wird oft von diesen Produkten erwartet, dass sie kühlen. Diese Wirkung, verursacht durch den hohen Alkoholanteil, verfliegt meist schon kurz nach dem Einreiben. Außerdem kann zuviel Alkohol in der Lotion dazu führen, dass die Haut brennt. Eine signifikante Linderung bei Sonnenbrand durch eine Aftersun-Lotion kann man nicht erwarten. Es stellt sich nun die Frage, ob eine herkömmliche Körperlotion nach dem Sonnenbad genauso effektiv ist wie eine Aftersun-Lotion. Wichtig ist, dass die Lotion viel Feuchtigkeit spendet. Insbesondere den fettreicheren Körperlotionen werden gute Pflegeeigenschaften nachgesagt. Manchmal wird allerdings beanstandet, dass die herkömmliche Körperlotion ein aufheizendes Gefühl auf der sonnenstrapazierten Haut hinterlässt. In diesem Fall bietet sich die Aftersun-Lotion als Alternative an. Aftersun-Produkte sind also in der Tat nicht viel mehr als „abgespeckte“ Körperlotionen. Fettreduziert, dafür mit viel Wasser und Alkohol, versprechen sie der Haut viel Feuchtigkeit und Entspannung. Viele Aftersun-Produkte enthalten Inhaltsstoffe die entzündungshemmend wirken. Die Aftersun-Lotion von Eucerin beispielsweise enthält 10 Prozent Hamamelisdestilat, das für seine entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt ist und nachweisbar sonnenbedingte Rötungen und Spannungen der Haut reduziert. Zusätzlich verstärkt Vitamin E den hauteigenen Zellschutzmechanismus gegen  freie Radikale. Andere Inhaltsstoffe wie Allantoin, Panthenol und Bisabolol oder  Avocado-Öl (z.B. in Nivea) sind in Aftersun-Produkten enthalten. Viele dieser Inhaltsstoffe, insbesondere Aloe Vera, sind heute ohnehin in vielen Körperlotionen enthalten, so dass eine Aftersun-Lotion gar nicht unbedingt nötig ist.

Quelle (Fotos): iStockphoto

Dieser Artikel wurde verfasst am 24. Juni 2009
von in der Kategorie Magazin

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