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essence pigments, Farbe: 03 box of chocolates

Ich bin etwas unentschlossen - meiner Meinung nach kann das Pigment die Versprechen nicht halten, es ist eher was für Experimentierfreudige.

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Hallo liebe Pinkmelianer,

ich stelle euch heute das essence Pigment in der Farbe 03 box of chocolates vor. Ich habe es zur Verfügung gestellt bekommen. Im Laden wird das Produkt ca. 2,50€ kosten. Enthalten sind 2,5g an Pigment.

Das Pigment soll für Augen, Lippen und Nägel geeignet sein. Da ich allerdings nicht denke, dass ein Braun mit silbrigem (und in manchem Licht buntem) Schimmer auf meinen Lippen gut aussieht, habe ich es nur auf den Augen und den Nägeln getestet. Essence bietet dafür auch spezielle Grundierungen an – ich habe mich bei den Augen auf meine gewohnte Lidschattenbase verlassen und auf den Nägeln das Pigment mit Klarlack gemischt.

Das Pigment kommt in einem Döschen mit Schraubverschluss, in das ein Sieb eingesetzt ist – selbiges verfügt über einen braunen Aufkleber, sodass nichts vor dem „offiziellen“ Öffnen rausbröseln kann. Um keine allzu große Sauerei zu veranstalten, habe ich nur ein Loch des Siebs vom Aufkleber befreit; zum Entnehmen klopfe ich immer ein wenig davon in den Deckel.


Auf den Augen

Zuerst habe ich das Produkt auf den Augen getestet (was ich am naheliegendsten fand). Schon beim Entnehmen des Pigments fällt allerdings auf, dass es stark staubt und hat doch einen kleinen Teil des Tisches mit dem Glimmer bedeckt (entnommen habe ich es mit einem festen Pinsel). Meine Augenlider habe ich mit Lidschattenbase vorbereitet – darauf hält Lidschatten normalerweise sehr gut bei mir.

Ich habe schnell festgestellt, dass sich die Deckkraft des Pigments recht gut aufbauen lässt – damit einhergehend ist allerdings, dass es zu Beginn eben nicht sehr gut deckt, oder sagen wir: nicht sehr farbintensiv ist. In der ersten Schicht ist das Braun noch sehr hell (wieso ich nichts zum Glitzer sage, verrate ich gleich). Trägt man aber mehr Schichten auf, wird es schön dunkel und farbintensiv – ja, so gefällt mir das. Aber: Genau das erwarte ich bei einem Pigment eigentlich schon in der ersten Schicht. Das Produkt verhält sich also eher wie ein loser Lidschatten.

Der Glitzer macht dabei den schönsten Abflug überhaupt, denn den Großteil davon habe ich nach dem Auftrag unter’m Auge. Er ließ sich auch nicht gut wegwischen (ich hatte das Abpudern davor vergessen); ich musste letztlich mit dem Abschminktuch ran, um den Glitzer zu entfernen – und zwar bei diversen Versuchen des Auftrags.

Auf dem Handrücken ist das Pigment auf drei verschiedene Arten geswatcht gezeigt, jeweils mit Pinsel. Einmal auf meiner Lidschattenbasis (oben rechts), dann zweimal ohne Untergrund (auf der linken Seite), und einmal angefeuchtet mit Makeup-Fixingspray (unten rechs).


Leider finde ich den Auftragekomfort auch sonst nicht sehr groß: Das Braun lässt sich nur schwer verblenden. Die Farbintensität schwindet sofort, wenn man den Pinsel über die Kanten schweifen lässt, verblendeter wird es aber nicht – es ist eher so, dass man die Farbe hin und her schiebt, bis sie vom Auge fällt. Ich hab’s effektiv nicht geschafft, wirklich schöne Kanten zu machen.
…Als ich mit dem Blenden fertig war, hatte ich einen Teil des Glitzers am Mund kleben. Ähem.
Beim feuchten Auftrag klappte das zwar besser – das Pigment haftete auch besser auf der Lidschattenbase – aber es ließ sich dann noch schlechter verblenden, weswegen das eigentlich auch keine Option ist.
Auf dem Auge bin ich von dem Pigment jedenfalls enttäuscht.

Auf den Nägeln
Ich habe das Pigment als Nächstes mal als Nagellack getestet. Essence empfiehlt, erst einen Lack – genauer: die Nail Base – auf den Nagel aufzutragen und dann das Pigment (so wurde es auch in einem Video gezeigt). Ich gebe zu, das ist mir zu aufwändig, ich habe ja nicht den ganzen Tag Zeit. 😉 Deswegen habe ich einen ungeliebten Klarlack zweckentfremdet und das Pigment ganz einfach zusammen mit dem Klarlack in eine kleine Flasche Lack gefüllt.
Mir ist natürlich klar, dass es so nicht unbedingt gedacht war – aber ich hatte leider auch keine anderen Möglichkeiten, das zu testen, da es die Nail Base ja noch nicht gibt und ich ein fauler Mensch bin. ;D

Ich habe also zuerst Klarlack in das leere Fläschchen gefüllt und dann in insgesamt vier Etappen immer jeweils ein Häuflein Pigment hineingefüllt. Nunja, auch da ist aufgefallen – Pigmente sind normalerweise wesentlich farbintensiver, denn die Häuflein waren durchaus großzügig bemessen (wie ich finde). Man sieht dem Pigment an, dass es mittlerweile einige Male benutzt wurde.
Letzten Endes war das Ergebnis aber eher ernüchternd. Ich habe nach jedem Häuflein Pigment einen Swatch auf Kunstnägel gemacht (zwei Schichten) – klar erkennbar steigert sich die Farbintensität langsam aber sicher.
Leider löst sich das Pigment nicht von selbst im Lack, kräftiges Schütteln war dazu nötig. Nach einer Nacht rumstehen konnte ich den Großteil des Glitzers am Flaschenboden bewundern (zweifelsohne ein schöner Anblick, aber nicht ganz das, was ich erwartet habe).
Im vierten Anlauf wurde dann auch deutlich, dass sich auch die Aufnahmefähigkeit des Lackes für das Pigment dem Ende neigte, da es sich nicht mehr richtig lösen wollte und Schlieren zog. Man konnte auch ein Absetzen des Nagellacks erkennen.

Nun denn, ich habe mich trotzdem an den Auftrag gemacht – das klappte an sich ganz gut, das rechne ich aber eher dem Klarlack an als dem Pigment. 😉 Selbiges verteilt sich nämlich eher ungleichmäßig. In drei bis vier Schichten bedeckt es den Nagel dann aber ganz gut und so schlecht sieht’s eigentlich auch nicht aus – abgesehen davon, dass mich das Braun immer eher an Dreck als an Schokolade erinnert. Leider kommt auch der Schimmer auf dem Nagel nicht sehr gut raus.
Ich muss ehrlich sagen: Auch wenn ich’s nicht wie geplant verwendet habe, kann ich mir nicht vorstellen, dass es mit dem Auftrag per Pinsel auf Lack besser klappen sollte.
Auf dem Bild sind auf Kunstnägeln meine vier Mischversuche zu sehen – angefangen rechts beim Hellsten bis links dem Deckensten.


Fazit meiner Tests:
Ich habe auch nach dem Nagellackversuch ganz schön geglitzert. Letzten Endes weiß ich nicht so recht, was ich von dem Pigment halten soll. Für’s Auge ist es mir zu störrisch, für die Nägel auch, auf den Lippen würde ich es nicht verwenden. Evtl. werde ich es mal als Lidstrich tragen, aber das war’s.
Mich hat es eher an losen Lidschatten erinnert, da die Deckkraft eher gering ist und man eine Menge Arbeit in ein gutes Ergebnis investieren muss. Ich würde das Pigment also nur wirklich experimentierfreudigen Leuten empfehlen, die auch bereit sind, eine Menge Zeit in das Ergebnis zu investieren.

Dieser Artikel wurde verfasst
von in der Kategorie Eyeshadow

Dieser Artikel wurde seitdem 3255 mal gelesen.

Resümee dieses Testberichts

XXOOOleichte Verteilbarkeit
XXXOOangenehmes Hautgefühl
XXXOOgute Farbabgabe
XXXOOgute Haftfestigkeit
XXXOOsetzt sich nicht in der Lidfalte ab

Gesamtwertung: 2,8 von 5,0

7 von 7 Pinkmelianern fanden den Beitrag hilfreich.

Positive Anmerkungen:

  • 7x toller Schreibstil
  • 0x kurz & prägnant
  • 0x sehr ausführlich
  • 0x Inhaltsstoffe genau betrachtet
  • 4x gute Bildqualität
  • 0x viele Detailbilder

Negative Anmerkungen:

  • 0x fehlende Detailbilder
  • 0x keine aussagekräftigen Bilder
  • 0x Text vermittelt nur den ersten Eindruck
  • 0x zu wenig persönliche Erfahrungen
  • 0x Testphase wirkt zu kurz
  • 0x Fazit erscheint nicht schlüssig
  • 0x nicht hilfreich

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