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Killer statt Knaller

Mit der Catrice Lashes to kill Eye-Opening Effect Mascara hat es sich ausgeklimpert

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Im Normalfall bin ich nun wirklich keine Catrice-Verächterin, allerdings hat die Catrice Lashes to kill Eye-Opening Mascara in 010 Blackest Black – freundlicherweise von pinkmelon zur Verfügung gestellt – meine Begeisterung für die Marke aus dem Hause Cosnova erheblich geschmälert. Dabei war der erste Eindruck, den ich mir nur ein optisch von dem Produkt verschaffen konnte, ausgesprochen positiv.

Die etwas lang geratene Produktbezeichnung erinnerte mich sofort an einen James-Bond-Film und entführte meine lebendige Fantasie kurzfristig in die abenteuerliche Welt des englischen Superagenten und seiner attraktiven Bondgirls mit den beneidenswerten Klimperwimpern. Auch die zahlreichen aufgedruckten Versprechen auf der adrett wirkenden Tube klangen verlockend, um nicht zu sagen, wie die Verheißung eines langersehnten Wunsches, den mir ausschließlich diese Wimperntusche erfüllen könnte. Doch kaum hatte ich das ursprünglich für Volumen sorgende, breite Synthetikbürstchen aus dem Röhrchen gezogen und an meine Wimpern geführt, hätte ich am liebsten mit einem Rotstift alle Falschaussagen auf der Verpackung markiert und korrigiert. Man schaue sich in dem Kontext das folgende Bildmaterial an.

[links: ungetuscht, rechts: getuscht]

Frage: Wer hat hier wen gekillt bzw. umgebracht? Meine Wimpern sind in diesem Zustand garantiert nicht mehr in der Lage, weder einen Gartenzwerg zu erschrecken noch ein Staubkorn um die Ecke zu bringen. Dramatisch, jedoch nicht das versprochene Drama mit ultra schwarzen, ultra langen und ultra geschwungenen Wimpern in den Hauptrollen! Und warum eigentlich immer dieses debile Ultra? Ist das Mascararöhrchen etwa auch als Tampon einsetzbar? Entschuldigt den vorübergehenden Anflug von Vulgarität, doch regt mich die weit auseinanderklaffende Schere zwischen irreführenden Versprechen und bedrückender Realität gehörig und zu Recht auf.

Wie man unschwer erkennen kann, besitze ich Problemwimpern. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie kurz, fein und spärlich ausgefallen sind. Hätte ich die Chance, meine Krüppelwimpern gegen Traumwimpern aus einer Werbeanzeige einzutauschen, würde ich jederzeit davon Gebrauch machen. Ebenfalls würde ich tagtäglich meine Wimpern mit einer 2-Phasen-Mascara in liebevoller Friemelarbeit modellieren oder mit falschen Wimpern mogeln, wenn mein Terminkalender weitaus weniger gefüllt wäre. Ja, wenn… Tatsächlich habe ich einst dem leeren Geschwätz auf den Verpackungen Vertrauen geschenkt und gleichermaßen darin alle meine Hoffnungen auf ein überzeugendes Resultat gesetzt. Wie heißt es doch so schön? Die Hoffnung stirbt zuletzt. Trotzdem musste ich den Leichenbestatter zwecks eines Eilbegräbnisses anheuern, denn bei dieser Mascara verstarb sie in Windeseile. Warum, werdet Ihr Euch fragen. Zwei berüchtigte Bösewichter haben sie auf dem Gewissen, und zwar die grausame Textur the Nagger und die gnadenlose Bürste the Wit.

Wenden wir uns zunächst der ersten Angeklagten zu. Die leicht viskose und schnell trocknende Konsistenz der tiefschwarzen Masse wollte sich nicht so recht mit meinen Wimpern anfreunden. Während eine Schicht einen nur sehr natürlichen Effekt herbeiführte, verschlimmerten mehrere das Gesamtbild akut. Es kam zum Verkleben und Verklumpen meines eh schon jämmerlich aussehenden Wimpernmaterials. Dank eines Wimpernkamms konnte ich der sich anbahnenden Wimpern-Apokalypse in Form von überdimensionalen Fliegenbeinen noch Einhalt gebieten, jedoch bahnte sich daraufhin die nächste böse Überraschung an. Zu allem Überfluss und Verdruss ließen sich eine Vielzahl von kleinen Mascarakrümeln unter meinen Augen ausmachen. Quel malheur, es rieselte den ganzen Tag über schwarzen Schnee, und das im Frühstadium der Testphase! Überdies war von dem Schwung, liebevoll mit einer Wimpernzange gebogen, gegen Abend nichts zu erkennen. Die Luft war raus. Wenigstens ließ sich das Bild des Schreckens mit einem Augen-Make-up-Entferner unkompliziert, rückstandslos und wimpernfreundlich zugleich ausradieren.

Welche Mitschuld trägt nun die harmlos dreinschauende Komplizin daran? Die Spiralbürste erfasst enttäuschenderweise auf Anhieb nicht jedes Härchen, was zwangsläufig dazu führt, dass man mehrmals die Wimpern rüttelnd tuschen muss. Merkwürdig ist in diesem Zusammenhang, dass die Bürste meiner Lieblingsmascara, ebenfalls von Catrice, ähnlich konstruiert ist, allerdings im harmonischen Zusammenspiel mit der Wimperntusche Größeres bewirkt. Hätte ich für einen Tag die Möglichkeit, als Produktenwicklerin bei Cosnova tätig zu sein, würde ich nicht lange fackeln und das Sorgenkind im Hinblick auf die Formel und die Bürste optimieren. Denn es bedarf dringend einer Überarbeitung. Des Weiteren würde ich mich von hochtrabenden Floskeln distanzieren und stattdessen innovativ eine Kennzeichnung vornehmen, die unmissverständlich zum Ausdruck bringt, für welchen Wimperntyp die betreffende Mascara geeignet ist. Fakt ist, dass es für jeden Haartyp ein Shampoo gibt, aber bei Mascaras bedauerlicherweise nicht danach unterschieden wird. Sind Wimpern etwa keine Haare?

Wie Ihr Euch höchstwahrscheinlich denken könnt, werde ich das für mich definitv schlechteste Catrice Produkt unaufgebraucht ins Exil auf die Müllhalde schicken. Absehen werde ich unter anderem sowohl von einem Nachkauf, der bei einem Preis von 3,99 € für mich irrsinnig wäre, als auch vom Ausspruch einer Kaufempfehlung. Solltet Ihr ungeachtet meiner Warnungen das Abenteuer lieben, halte ich Euch garantiert nicht davon ab, Euch ein eigenes Bild von der Catrice Lashes to kill Eye-Opening-Mascara zu machen. Bedenkt aber dabei bitte: Die Benutzung der Mascara geschieht auf eigene Gefahr!

Dieser Artikel wurde verfasst
von in der Kategorie Mascara

Dieser Artikel wurde seitdem 1949 mal gelesen.

Resümee dieses Testberichts

XXOOOlässt sich einfach auftragen
XXOOOgibt nicht zu viel oder zu wenig Masse ab
XXXOOFormel trocknet schnell
XOOOOWimpern verkleben nicht
XOOOOFormel ist wischfest

Gesamtwertung: 1,8 von 5,0

2 von 2 Pinkmelianern fanden den Beitrag hilfreich.

Positive Anmerkungen:

  • 0x toller Schreibstil
  • 0x kurz & prägnant
  • 0x sehr ausführlich
  • 0x Inhaltsstoffe genau betrachtet
  • 0x gute Bildqualität
  • 0x viele Detailbilder

Negative Anmerkungen:

  • 0x fehlende Detailbilder
  • 0x keine aussagekräftigen Bilder
  • 0x Text vermittelt nur den ersten Eindruck
  • 0x zu wenig persönliche Erfahrungen
  • 0x Testphase wirkt zu kurz
  • 0x Fazit erscheint nicht schlüssig
  • 0x nicht hilfreich

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5 Antworten zu “Killer statt Knaller”

  1. Myone

    Hahaha, Mylanqolia, ich liebe dich 🙂 Hatte den Bericht gelesen, ohne zu wissen, von wem er kommt, aber der Stil kam mir so bekannt vor 🙂 Und ich wurde nicht enttäuscht ^^
    Bitte mehr davon!!!

  2. Rea

    Sehr genialer Testbericht! Danke dafür, Mylanqolia! 😀

  3. Mimmei

    Ich habe bei den Augen sofort gesehen von wem der Bericht ist:) Ich habe die Mascara und bin eigentlich sehr zufrieden…aber wirklich kein Muss ich haben Teil:)

  4. Mylanqolia

    @ My: Je t’aime aussi – wann wird geheiratet? ;-)Der nächste schonungslose Bericht ist übrigens in der Mache. 🙂

    @ Rea: Merci, meine Liebe!

    @ Mimmei: Es war ja klar, dass mich meine Monsterglubscher verraten haben. 🙂 Zum Glück verstecke ich sie hinter einer Brille, ansonsten wäre wohl in meinem Kaff eine Massenpanik ausgebrochen. *lol* Jetzt aber zum eigentlichen Thema: Wahrscheinlich ist die Beschaffenheit deiner Wimpern weniger miserabel, sodass eine Kooperation mit der Killer-Mascara möglich ist. Ich beneide dich darum – lass dir das gesagt sein! 🙂

  5. annadaisy

    Die bisher beste Mascara, die ich je benutzt habe!

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