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Catrice Ombre Top Coat, Farbe: 01 Colour of Change

Sieht zwar auf manchen Farben ganz nett aus, ist meiner Meinung nach aber der Mühe nicht wert – super zeitaufwändig und nervenaufreibend…

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Als der Ombre Top Coat von Catrice angekündigt wurde, wusste ich sofort – den muss ich haben! Die ersten Streifzüge durch dm und Müller waren leider erfolglos, andere hatten mehr Glück. Als ich die ersten wirklich schlechten Reviews gelesen und die entsprechenden Bilder gesehen hatte, ist meine Vorfreude zwar gesunken, aber haben musste ich ihn natürlich trotzdem. 😉 So richtig getraut, ihn zu lackieren habe ich mich erstmal nicht, aber nun durfte er doch dran. Da ich so skeptisch war, aber auch, weil ich gerade eine Lackierpause auf den Fingernägeln mache (alles kaputt…), müsst ihr mit meinen Füßen vorlieb nehmen. Ich hoffe, hier sind keine Fußhasser dabei, ansonsten hier besser aufhören zu lesen. Fußnägel sind zwar nicht so schön wie Fingernägel, aber der Effekt ist auch so erkennbar! Also viel Spaß beim Lesen. 🙂

1. Preis:
Der Top Coat kostet 2,99 Euro und enthält 10ml.

2. Herstellerversprechen:
„Haare, Mode, Design – der Ombré-Look ist omnipräsent. Damit auch die Nägel trendsicher gestylt werden, gibt es den Ombre Top Coat. Einfach einen pastelligen oder hellen Farblack auftragen, trocknen lassen und dann zu dem Ombre Top Coat greifen. Mit jedem Auftrag des Top Coats wird der farbige Unterlack eine Nuance dunkler. Dabei die einzelnen Schichten des Top Coat stets gut durchtrocknen lassen. Der Farbverlauf wird vor allem dann deutlich, wenn der jeweils benachbarte Nagel eine Nuance dunkler ist: Fängt man beim Daumen mit der Ursprungsnagellackfarbe an, bekommt der Zeigefinger eine Schicht Ombre Top Coat, der Mittelfinger zwei, der Ringfinger drei und der kleine Finger schließlich vier Schichten Top Coat. Trocknet schnell und der Effekt ist absolut im Trend. Funktioniert besonders gut auf hellen Lacken.“

3. Inhaltsstoffe:
ETHYL ACETATE, BUTYL ACETATE, NITROCELLULOSE, ADIPIC ACID / NEOPENTYL GLYCOL / TRIMELLITIC ANHYDRIDE COPOLYMER, ACETYL TRIBUTYL CITRATE, ISOPROPYL ALCOHOL, DIPROPYLENE GLYCOL DIBENZOATE, CI 17200 (RED 33), CI 47000 (YELLOW 11), CI 60725 (VIOLET 2).

Ci 17200 und Ci 60725, beides Farbstoffe, werden laut Codecheck Info als nicht empfehlenswert eingestuft, aufgrund des Verdachts, krebserregend zu sein. Von den anderen Stoffen wird einer als weniger empfehlenswert, 3 als eingeschränkt empfehlenswert und 5 als empfehlenswert eingestuft. Insgesamt keine wirklich berauschende Bilanz und besonders die ersten beiden Stoffe sind nicht gerade beruhigend.

4. Pinsel:
Wie immer bei Catrice ist die Sache mit dem Pinsel ein wahres Glücksspiel. Recht breit und flach, was ich immer gut finde. Jedoch variiert immer die Stärke der „Ausgefranstheit“. Ich hatte dieses Mal Glück und beim Pinsel stehen nur vereinzelte Härchen ab, sodass der Auftrag nicht massiv erschwert wird. Allerdings habe ich auf verschiedenen Blogs schon Bilder von ziemlich katastrophal zerfransten Pinseln gesehen. Demnach ist es auch bei dem Ombre Top Coat eine Sache des Glücks. Ich weiß auch nicht, was die immer mit ihren Pinseln anstellen…

5. Konsistenz und Farbe:
Der Lack ist super dünnflüssig und fühlt sich auf den Fingern kein bisschen an wie Lack, sondern fast schon wie Wasser. Der Lack ist dunkelrot gefärbt und geht ganz leicht ins Violette. Da der Ombre Top Coat auf allen Farben zu verwenden sein soll, stellt sich natürlich im Vorfeld schon die Frage, wie sehr der Farbton des Basislacks durch den Ombre Top Coat verändert wird.


6. Auftrag:

Wie zu erwarten gestaltet sich der Auftrag dank der extrem flüssigen Konsistenz als etwas schwierig. Der Basislack sollte unbedingt komplett trocken sein, da sich sonst der Top Coat mit dem Farblack vermischt. Das Problem beim Auftrag besteht darin, nicht zu viel Top Coat zu nehmen, da er sonst in die Nagelränder läuft, aber auch nicht zu wenig, da der Auftrag schnell streifig wird, was u.a. dem Pinsel zu verdanken ist. Der Auftrag ist wirklich nervenraubend und man braucht eine Weile, bis man halbwegs den Dreh raus hat und die „richtige“ Menge des Lacks nimmt. Wenn ihr den Top Coat benutzen wollt, empfehle ich lieber zu viel als zu wenig Lack zu nehmen. Lack, der in die Nagelränder gelaufen ist, kann man notfalls wieder entfernen. Ein streifiges Ergebnis sieht einfach unschön aus und ist in diesem Fall auch nur schwierig zu korrigieren.

7. Trocknungszeit:
Die Trocknungszeit ist eine Katastrophe! Ich sitze beim Nägel-Lackieren meistens am PC und arbeite, sodass meine Nägel während ich tippe gut trocknen können und ich häufig gar nicht bemerke, dass ich schon die nächste Schicht lackieren könnte. Beim Ombre Top Coat wartet man gefühlte Stunden. Dabei erhöht sich die Wartezeit bei jeder weiteren Schicht, die man aufträgt, exponentiell wie mir scheint. Empfohlen wird, beim Zeigefinger eine Schicht aufzutragen, beim kleinen Finger vier Schichten. Jede Schicht sollte dabei durchgetrocknet sein. Ich habe zwar meine Zehen lackiert, aber ich denke, die Wartezeiten kann man durchaus übertragen. Während ich bei der ersten Schicht gute 10 Minuten warten musst, brauchte die zweite Schicht schon 15 bis 20 Minuten. Bei der dritten Schicht habe ich nicht mehr auf die Uhr geguckt, aber es dauerte endlos lange.

8. Effekt:
Ja, was soll ich sagen. Ich denke, die Bilder sprechen für sich… Ich habe mich für einen gelben Basislack entschieden. Da der Top Coat so rötlich gefärbt ist, hatte ich auf einen Farbverlauf von gelb über orange nach rot gehofft. Das hat leider gar nicht funktioniert. Während das Gelb auf meinem großen Zeh schön strahlend aussieht, sieht der zweite Nagel einfach nur dreckig aus, der mittlere noch dreckiger usw. Mit viel Augenzudrücken könnte man noch behaupten, es wäre ein Farbverlauf von gelb nach braun, aber dreckig ist der Farbton allemal. Auf gelb finde ich den Top Coat ganz scheußlich und war dementsprechend enttäuscht.

Da Catrice jedoch verspricht, dass man den Top Coat auf jeder hellen Farbe tragen kann, habe ich meine Plastiktips rausgeholt und in 6 verschiedenen Farbtönen lackiert. Dabei habe ich (neben gelb) Farben ausgewählt, die denen nahe kommen, die auf der Verschlusskappe abgebildet sind. Rosa, lila, hellblau, mint, hellgrün und apricot.
Danach habe ich mit Striping Tape abgeklebt und nacheinander 1 bis 3 Schichten des Top Coats aufgetragen. Der Auftrag ging hier ein bisschen leichter, da es keine Nagelränder gibt, aber einfach ist es auch hier nicht und mehrfach ist das Ergebnis für meinen Geschmack zu streifig geworden. Einen Tip musste ich komplett neu lackieren. Wie euch der Farbverlauf auf der jeweiligen Farbe gefällt, müsst ihr selbst entscheiden. Ganz furchtbar finde ich den Top Coat auf gelb, grün und erstaunlicherweise rosa, halbwegs akzeptabel sind meiner Meinung nach die Ergebnisse auf apricot und mint und ganz hübsch finde ich den Farbverlauf auf blau und lila.
Jedoch sollte einem bei jeder Farbe klar sein, dass nicht wirklich die Farbe verdunkelt wird, sondern ein rot-gräulicher Schleier auf dem Lack liegt.
Insgesamt finde ich den Effekt sehr enttäuschend, selbst wenn er auf zwei Farben nicht schlecht aussieht. Ich habe bei dem Herstellerversprechen echt etwas anderes erwartet…

9. Kaufempfehlung:
Ich kann von dem Kauf eigentlich nur abraten. Der Auftrag ist anstrengend, die Trockzeit eine wahre Geduldsprobe und der Effekt ist je nach Lack hässlich bis ganz nett, aber nicht wirklich ein Hingucker. Die Ergiebigkeit ist natürlich auch nicht besonders, da man so viele Schichten lackieren muss.
Wer auf den Ombre Look auf den Nägeln steht, dem kann ich eigentlich nur empfehlen, sich die Lacke selbst in den verschieden Nuancen zu kaufen. Das Ergebnis dürfte schöner sein und die Nerven werden geschont.
Wer nur wenige Lacke besitzt und vieeeel Geduld mitbringt, der kann ja aufgrund meiner Bilder ganz gut entscheiden, ob ihm der Effekt gefällt oder ob er lieber die Finger vom Top Coat lässt.

 

Dieser Artikel wurde verfasst
von in der Kategorie Effektlack

Dieser Artikel wurde seitdem 4137 mal gelesen.

Resümee dieses Testberichts

XOOOOlässt sich gleichmäßig & leicht verteilen
XOOOOtrocknet schnell
XXOOOverleiht den Nägeln ein schönes Finish
XXXOOgute Haftfestigkeit
XXOOOsehr gute Qualität

Gesamtwertung: 1,8 von 5,0

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3 von 3 Pinkmelianern fanden den Beitrag hilfreich.

Positive Anmerkungen:

  • 3x toller Schreibstil
  • 0x kurz & prägnant
  • 2x sehr ausführlich
  • 1x Inhaltsstoffe genau betrachtet
  • 3x gute Bildqualität
  • 2x viele Detailbilder

Negative Anmerkungen:

  • 0x fehlende Detailbilder
  • 0x keine aussagekräftigen Bilder
  • 0x Text vermittelt nur den ersten Eindruck
  • 0x zu wenig persönliche Erfahrungen
  • 0x Testphase wirkt zu kurz
  • 0x Fazit erscheint nicht schlüssig
  • 0x nicht hilfreich

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2 Antworten zu “Catrice Ombre Top Coat, Farbe: 01 Colour of Change”

  1. MissKatze

    kann ich nur zustimmen, totaler Fehlkauf. Kann es auch nicht weiterempfehlen.

  2. irma

    Ja, leider. Die Idee ist an sich nämlich wirklich klasse…

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