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Speick Thermal Körperlotion Silicea + Alge

Leichte Pflege mit sehr guter INCI, aber gewöhnungsbedürftigem Duft

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Ich teste die (mit dem BDIH Siegel ausgezeichnete) Körperlotion mit Silicea (= Kieselsäure) und Alge von Speick. Sie stammt aus der Thermal-Linie, was mit anderen Worten bedeutet, dass dieses Produkt mit Thermalwasser aus dem Kurort Schlangenbad angereichert wurde: http://staatsbad.schlangenbad.de/

Das Design der Umverpackung aus Karton ist meiner Ansicht nach nur bedingt ansprechend und sieht aus, als wäre es unsanft aus den 80ern in die Neuzeit katapultiert worden. 2 Farben dominieren das Gesamtbild: hellgrün und fliederlila, darauf weiße und (an den Seiten) dunkelgrüne Schriftzüge, die ausführlich in Deutsch und Englisch erklären, welche Vorzüge das Produkt hat, wofür es gut ist und welche Inhaltsstoffe sich darin befinden. Auch der enthaltene Glasflakon mit Pumpspender ist im passenden Farbschema gehalten und gibt daher kein enorm dekoratives Bild in meinem Badezimmer ab. Zusätzlich wurde eine ansprechend gestaltete Informationsbroschüre beigelegt, die (ebenfalls zweisprachig) alle Linien von Speick mit wenigen Worten erklärt und auf die Firmenphilosophie verweist.

In der 16cm hohen Glasflasche ist 145ml cremefarbene Bodylotion vorhanden. Sie ist für sensible Haut gedacht und, wie jedes andere Produkt von Speick, mit dem Extrakt der Heilpflanze Speick angereichert. Wer sich bisher immer fragte, warum der Hersteller diesen Namen trägt, ist nun aufgeklärt. Die Konsistenz ist sehr flüssig und die Creme somit extrem ergiebig. Beim Auftragen und verreiben fühlt es sich an wie ein Gel! Dazu kommt ein leicht kühlender Effekt, der einige Minuten anhält. Im Sommer ist dies sicher erfrischend, vor allem dann, wenn die Flasche zusätzlich im Kühlschrank gelagert wird. Ein normaler Pumpstoß reicht aus, um (zum Bsp.) 1 Bein oder beide Arme einzucremen. Um überhaupt Creme entnehmen zu können, muss der Pumpdeckel kurz gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden. Zur Verdeutlichung ist ein Pfeil eingestanzt. Um die Flasche zu verschließen, dreht man die Kappe im Uhrzeigersinn. Nun ist es unmöglich Lotion zu entnehmen und nichts kann auslaufen. Das System ist gut durchdacht! Die Dosierung durch den Spender ist auch mit bereits eingecremten Händen im wahrsten Sinne des Wortes ein Klacks. Der Glasflakon auf Pump 😉 ist eine überaus hygienische Sache – schade nur, dass man dadurch eventuelle Reste nicht vollständig aus der Flasche bekommt. Der Mechanismus kann jedoch abgeschraubt werden, sollte man Wert darauf legen, die Neige am Ende mit einem Spatel o.ä. „Werkzeug“ herauszukratzen.

Beim Schnuppertest sind die enthaltenen ätherischen Öle deutlich wahrnehmbar. Eine süße fruchtige Limette ist das Erste, was mir auffällt. Außerdem eine frisch-säuerlich (und leider meiner Meinung nach etwas modrige) Note, die ich nicht korrekt zuordnen oder mit anderen Düften vergleichen kann. Diese gewisse Säure bemerke ich in vielen fruchtigen Pflegeprodukten von Naturkosmetikfirmen. (Ich kaufe von Zeit zu Zeit gerne eine Bio-Orangen Bodylotion vom Discounter, mit der ich ähnliche Erfahrungen gemacht habe. Auch weist sie eine fast identische Konsistenz auf.). Es ist gut möglich, dass dies auf die enthaltene Alge zurückzuführen ist. Der Geruch von frischen Algen liegt mir nicht auf Abruf in der Nase und somit ist das einzig halbwegs vergleichbare Produkt in meiner Nähe die Nahrungsergänzung Spirulina. Und tatsächlich, da gibt es Gemeinsamkeiten beim Geruch. Seit mittlerweile 2 Jahren steht Spirulina, welches aus gepressten Algen besteht und mir persönlich sehr gut bekommt, auf meinem Speiseplan. Die längere Bekanntschaft mit den Spiruletten bzw. Mikroalgen hat mich im Übrigen dazu verleitet, dieses Testprodukt von Speick aus der mir zugesandten Auswahl an möglichen Artikeln zu wählen.

Nach dem Gebrauch hinterlässt die Creme ein weiches und gepflegtes Hautgefühl, womit für mich ein wesentlicher Punkt des Herstellerversprechens erfüllt ist. Die Lotion spendet zwar Feuchtigkeit, versagt jedoch bei stark rissigen oder beanspruchten Stellen wie Ellenbogen, Schienbeine oder die Knie. Dafür ist sie zu leicht und nicht, wie angepriesen, gehaltvoll. Der Duft ist so intensiv, dass er nur langsam verblasst. Noch 3 Stunden später ist es möglich, ihn auf der Haut wahrzunehmen. Ich denke, er könnte bei empfindlichen Personen auf die Dauer sogar Kopfschmerzen hervorrufen oder Unbehagen auslösen.

Würde *ich* die Lotion nun für sensible Haut empfehlen? Nur bedingt, durch die enthaltenen ätherischen Öle. Wer weiß, auf was er genau „anspringt“ und möglicherweise allergisch reagiert, kann die INCI vorher kontrollieren. Sie sind auf der Homepage unter www.speick.de zu finden oder, wie oben bereits erwähnt, auf der Umverpackung aufgedruckt. Dies ist in meinen Augen eine hevorragende Creme für Leute mit normaler Haut, die bevorzugt in wärmeren Monaten zum Einsatz kommen sollte. Oder eben dann, wenn es mal schnell gehen muss. Sie lässt sich unkompliziert und zügig auftragen, zieht schnell ein, färbt nicht ab und hinterlässt kein klebriges Gefühl trotz der sich entwickelnden Geltextur.

Als Frau fühle ich mich persönlich beim Anblick der Thermal-Serie nicht unbedingt angesprochen. Etwas weniger „straight“ und ein paar zusätzliche Schnörkel in der Schrift hätten mich wahrscheinlich schon versöhnlich gestimmt. Ich bin ein Verpackungsjunkie und achte immer auf das Drumherum. In der Drogerie würde ich an einem solchen Artikel vorbeilaufen… Bin es vermutlich bereits, da ich mit Speick in erster Linie ein Seifenstück assoziiere, welches die Herren der Schöpfung zum Rasieren nutzen. Dafür ist die Traditionsfirma schließlich auch bekannt… Ein weiterer Minuspunkt ist für mich das Spannen meiner Hände nach dem Auftragen der Lotion. Es „zieht“ an meiner Haut und ich habe das dringende Bedürfnis, eine reichhaltige(re) Pflege aufzutragen. Warum dieses Gefühl nur an den Händen und nicht an anderen Körperstellen auftritt, ist mir ein Rätsel. Außer diesem Fauxpas konnte ich bei mir in zweiwöchiger Benutzung keine weiteren Unveträglichkeiten feststellen. Das allerletzte Manko ist für mich der Preis, welcher zwischen 12€ und 14€ pendelt, je nach Online-Anbieter oder Drogerie (DM, Müller). Ich las, dass des Öfteren Proben von Speick in Reformhäusern oder großen Bio-Supermärkten zu finden sind. Dies wäre eine gute Möglichkeit zum Testen für mögliche Interessenten… Also beim nächsten Einkauf die Augen offen halten!

Dieser Artikel wurde verfasst
von in der Kategorie Body - Pflege

Dieser Artikel wurde seitdem 2501 mal gelesen.

Resümee dieses Testberichts

XXXOOansprechender Duft
XXXXOangenehme Konsistenz
XXXXOzieht schnell ein
XXXOOspendet Feuchtigkeit
XXXOOsorgt für zartes & geschmeidiges Hautgefühl

Gesamtwertung: 3,4 von 5,0

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