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NaTrue schafft Sterne-Kennzeichnung ab

Mit den wachsenden Märkten für Natur- und Biokosmetik haben sich weltweit ganz unterschiedliche Standards etabliert.

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Eine Fülle von Zeichen und Siegeln betonen verschiedenste Ansätze – eine Vielfalt, die Verbraucher als undurchsichtigen „Label-Dschungel“ wahrnehmen. Der Wunsch, die diversen Standards zu harmonisieren, wurde von Verbrauchern, Handel und Herstellern immer wieder betont.

Mit der Einführung von NaTrue und einem dreistufigen Label wurde im letzten Jahr die Überschaubarkeit weiter erschwert. Nachdem die Produktkennzeichnung mit ein, zwei oder drei Sternen schließlich mehr und mehr auf Kritik gestoßen war, hat der belgische Naturkosmetikverband NaTrue nun mitgeteilt, dass diese Kennzeichnung abgeschafft wird. Künftig soll der mit einem internetfähigen Mobiltelefon und der notwendigen Software ausgestattete Verbraucher in der Verkaufstelle durch Scannen eines auf dem Produkt aufgebrachten QR-Codes, über das Internet Informationen zu NaTruezertifizierten Produkten erhalten. Mit bloßem Auge wird dann nicht mehr erkennbar sein, in welche der drei Gruppen – Biokosmetik, Naturkosmetik mit Bioanteil oder Naturkosmetik – das Erzeugnis fällt. „Es scheinen sich die Kritiker der „Gold-Silber-Bronze“ Kennzeichnung durchgesetzt zu haben. Die relativ überschaubare Menge der bereits mit Sternelabel gekennzeichneten Produkte hat hierbei wohl die Entscheidung erleichtert, die mit großem Aufwand eingeführte und als Fortschritt bezeichnete 3-Sterne-Kennzeichnung wieder abzuschaffen“, so Harald Dittmar, Geschäftsführer des BDIH.

Beibehalten bleibt bei NaTrue die Systematik der Produkteinordnung in drei Kategorien und 13 Produktgruppen. Interessierte erhalten daher, wenn sie das Angebot zur Internetinformation nutzen, auch die Angabe, ob es sich bei dem fraglichen Produkt um ein Bioprodukt, ein Naturkosmetikerzeugnis mit Bioanteil oder um Naturkosmetik entsprechend der NaTrue-Definition handelt. Für Harald Dittmar ist die Abkehr von einer mehrstufigen Kennzeichnung ein deutlicher Schritt hin zum tatsächlichen Bedürfnis der Verbraucher: „Wir sehen uns durch diese Entwicklung in unserer Überzeugung bekräftigt, dass dem Verbraucher nicht an verwirrender Differenzierung, sondern an eindeutiger Erkennbarkeit echter Naturkosmetik gelegen ist. Er benötigt eine klare Auskunft darüber, ob er einem Produkt vertrauen kann oder nicht. Gerade die Überschaubarkeit der Regeln und die Konzentration auf ein Erkennungszeichen sind in der annähernd zehnjährigen Geschichte des BDIH Kontrollzeichens immer wieder von Herstellern, dem Handel und den Konsumenten selbst begrüßt worden. Nicht umsonst tragen derzeit nahezu 6.000 Erzeugnisse weltweit das bekannte Label des BDIH.“

Das BDIH-Prüfzeichen „kontrollierte Naturkosmetik“ steht dabei nicht nur für die Einhaltung der auch international anerkannten Kriterien für Naturkosmetik und deren Vorgaben an die Bioqualität der eingesetzten Bestandteile. Es garantiert zugleich, wo immer der Hersteller die Bioeigenschaft des Erzeugnisses oder seiner Bestandteile bewirbt, für die Kontrolle dieser Angaben. Für den BDIH war es daher wichtig, nicht nur am Prozess der internationalen Harmonisierung beteiligt zu sein, sondern zugleich am etablierten und vetrauenswürdigen Prüfzeichen festzuhalten. Gemeinsam mit fünf weiteren europäischen Organisationen, die Standards für Natur- und Biokosmetik entwickelt haben, hat der BDIH deshalb intensiv an der Harmonisierung der unterschiedlichen nationalen Standards gearbeitet: Der neue Europäische Cosmos Standard sorgt für Vergleichbarkeit und setzt verbindliche Mindeststandards – ohne die national etablierten Systeme abzuschaffen.
Verbraucher und Hersteller können damit auch weiterhin auf die ihnen bekannten Zeichen und Standards vertrauen.

Mehr Informationen zum BDIH-Standard und Cosmos unter www.ionc.info und www.cosmos-standard.org.

Quelle:
Text:
carl.com GmbH
Foto: Istockphoto

Dieser Artikel wurde verfasst am 18. März 2010
von in der Kategorie Magazin

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