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Concealer – die Kunst des Abdeckens

Frühling! Die Frauenmagazine sind wieder voll mit guten Tipps, wie frau einen schönen Teint bekommt. Führend sind dabei Concealer, die als „kleine“ Helferlein alle, aber auch wirklich alle Hautprobleme verschwinden lassen sollen, äh abdecken. Hier sind meine Empfehlungen.

Frau trägt Concealer auf

Unsere Haut wird nicht nur von Pickeln und Akne (siehe auch: Pickel und Akne) gezeichnet, es gibt noch weitere Ärgernisse, die uns mindestens im kosmetischen Sinne stören: Da sind Äderchen, die als Rosacea sogar zu größeren rötlichen Flächen anwachsen können. Wir haben vielleicht hormonell oder altersbedingte Pigmentflecken, Sommersprossen (siehe auch: Sollte ich meine Sommersprossen wirklich entfernen?) oder sind an Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) erkrankt.  Uns stören Falten und Augenringe und manche möchten Narben überdecken. Für alles das bietet die Kosmetik Abdeckprodukte meist in verschiedenen Farben an. Und das ist anders als Contouring (siehe auch: Contouring und Strobing – wirklich neu?).

Gelb, rosa, lila, grün und grau

Bei dem Farbangebot für Concealer kann man schon mal den Überblick verlieren! Wofür war bitte noch mal Lila gut? Und Grau? Grau ist übrigens keine Concealerfarbe, sondern wird als Pate oder Creme grise für die Behandlung von Pickeln verwendet (1). Für alle anderen Farben habe ich diese Übersicht gemacht:

Abb.1: Übersicht über die gängigen Concealerfarben und ihre Wirkung

Abb.1: Übersicht über die gängigen Concealerfarben und ihre Wirkung

Wie deckend muss ein Concealer sein?

Ein Concealer sollte schon eine ordentliche Deckkraft haben, denn er soll ja wirklich was abdecken. Üblicherweise wird erst der farbige Concealer verwendet und die Foundation darüber aufgetragen. In vielen Make-up Tutorials werden aber die beigen Concealer auch noch auf die Foundation gesetzt (2, 3, 4).

Abb. 2: Deckkraft verschiedener gängiger Make-up Produkte. Wichtig dabei ist, dass die Grenzen fließend sein können, Foundations gibt es z.B. in sehr unterschiedlich abdeckenden Stufen

Abb. 2: Deckkraft verschiedener gängiger Make-up Produkte. Wichtig dabei ist, dass die Grenzen fließend sein können, Foundations gibt es z.B. in sehr unterschiedlich abdeckenden Stufen

Wie wähle ich den „richtigen“ Concealer?

In Abb. 2 seht Ihr, dass Concealer eher in dem gut deckenden Bereich zu finden sind. Aber abhängig davon, welches Produkt danach aufgetragen werden soll, sollte man sich auch Gedanken darüber machen, welchen Concealer  man wählt. So sollte ein sehr gut deckender Concealer eher nicht mit einer zu wenig deckenden Foundation kombiniert werden.

• Dünner Stift: in der Regel stärker pigmentiert, erlaubt einen punktgenauen Auftrag, häufig mit Wirkstoffen gegen Pickel kombiniert
• Breiter Stift: häufig als Creme Concealer benannt, breiterer Strich, gut für größere Bereiche, leichter verblendbar
• Pinselapplikator: sind meist flüssige Formulierungen mit unterschiedlich hohem Abdeckvermögen, lassen sich gut verblenden
• Flockapplikator: ähnlich wie die Concealer mit Pinselapplikator
• Stifte mit Schaumstoffapplikator (cushion): enthalten auch flüssige Formulierungen, lassen sich leicht auftupfen
• Compact Concealer: höher pigmentiert und für größere Areale geeignet
• Anti-age Concealer: enthalten Wirkstoffe gegen Falten oder sogenannte „Soft-Fokus“ Pigmente, werden häufig mit Pflege kombiniert

Eine schöne Übersicht über verschiedene Concealer gibt es wie immer in den Testberichten bei Pinkmelon (5).

Kann man mit Concealern die Welt retten?

Dass man mit Pizza die Welt retten kann, wissen wir durch die Antilopen Gang (6), aber Concealer? Bei richtigen Hautproblemen wie Vitiligo oder Narben braucht es schon heftigere „Geschütze“ (7), die auch beim Abdecken von Tattoos (siehe auch: Tattoo – dermographische Impressionen – ein Bild für die Ewigkeit?) wirken. Damit verringern sie den Leidensdruck der Betroffenen erheblich. Besonders wichtig finde ich das bei Opfern von Verbrennungen, gerade auch aus Ländern der zweiten oder dritten Welt. Die sind häufig Frauen, die absichtlich oder versehentlich meist durch heißes Öl Verbrennungen erlitten haben: www.youtube.com

Dagegen sind meine Frühlingspickel ein reines Luxusproblem.

Referenzen

(1) Pate Grise
(2) Tutorial von Testanessa
(3) Tutorial von Sara Isabel
(4) Tutorial von Shalom Blac
(5) Übersicht Testberichte
(6) Mit Pizza die Welt retten
(7) Dermablend

Foto: ©iStock.com/monkeybusinessimages

Autor dieses Artikels:
Dr. Ghita Lanzendörfer-Yu ist promovierte Chemikerin und Expertin auf dem Gebiet der Entwicklung und Produktion von Kosmetika. Sie bringt mehr als 16 Jahre Erfahrung in der kosmetischen Industrie mit sowie sieben Jahre freiberufliche Erfahrung in Shanghai, China und Mülheim adR.

Urheberrecht: Dr. Ghita Lanzendörfer-Yu. Verwendung des Textes nur mit schriftlicher Genehmigung des Autors.

Dieser Artikel wurde verfasst am 18. April 2017
von in der Kategorie Geheimnis Kosmetik

Dieser Artikel wurde seitdem 479 mal gelesen.

1 von 1 Pinkmelianern fanden den Beitrag hilfreich.

Positive Anmerkungen:

  • 1x toller Schreibstil
  • 0x kurz & prägnant
  • 0x sehr ausführlich
  • 0x Inhaltsstoffe genau betrachtet
  • 0x gute Bildqualität
  • 0x viele Detailbilder

Negative Anmerkungen:

  • 0x fehlende Detailbilder
  • 0x keine aussagekräftigen Bilder
  • 0x Text vermittelt nur den ersten Eindruck
  • 0x zu wenig persönliche Erfahrungen
  • 0x Testphase wirkt zu kurz
  • 0x Fazit erscheint nicht schlüssig
  • 0x nicht hilfreich

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